27 Mai 2004

Holz – der nachwachsende Rohstoff schlechthin

Waldbesitzer zur Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien"renewables" in Bonn

“Viel zu oft habe ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen vergessen haben, dass auch Holz ein nachwachsender Rohstoff ist. Man kann es nicht oft genug sagen: Von den in Deutschland jährlich nachwachsenden 60 Mio. m³ Holz werden lediglich 2/3, also 40 Mio. m³, genutzt. Wir haben also ein enormes Potenzial heimischer Energie und einen nachwachsenden Rohstoff, den es nur zu nutzen gilt. Und das, ohne gegen das eherne Gesetz der Nachhaltigkeit in der Waldbewirtschaftung zu verstoßen”, sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW), Michael Prinz zu Salm-Salm, vor dem Beginn der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn.

Nach Ansicht der AGDW erfährt der nachwachsende Rohstoff Holz in Deutschland noch nicht die Beachtung, die ihm zukommt. Der Einsatz von Holz als Roh- und Werkstoff sowie als Energieträger könnte zur Schonung fossiler Rohstoffe massiv gesteigert werden. Und das, ohne die Landschaft zu verschandeln und ohne einen Millionenaufwand für Forschung und Technik auf Kosten der Verbraucher zu verursachen.

“Innovative Technologien sind wichtig und müssen gefördert werden. Genauso wichtig ist es, die vorhandenen Ressourcen nachhaltig – wie durch die Forstwirtschaft – zu nutzen. Deshalb müsse die seit langem durch die Regierungskoalition angekündigte “Holzcharta” umgehend verabschiedet und in Kraft gesetzt werden. Der Aufschwung durch erneuerbare Energien darf nicht an den Menschen im ländlichen Raum vorbeigehen und nur Windkraftwerken zu Gute kommen”, drückte Salm seine Erwartungen an die Konferenz in Bonn aus.

(Vgl. Meldungen vom 2004-05-21 und 2004-05-07.)

Source: Pressemitteilung der AGDW vom 2004-05-27.

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