5 März 2008

Holundertrester pflegt Kurgäste in der Steiermark

Nebenprodukt der Saftproduktion zu Kosmetikprodukt "Styria Sambucus" veredelt

In den Jahren 2006 und 2007 wurde von einem Team der Johanneum Research Forschungsgesellschaft mbH unter der Leitung von Dr. Herbert Böchzelt, in Zusammenarbeit mit Gesundheitsspezialisten der Steirischen Thermen (Parktherme Bad Radkersburg, Kurhaus Bad Gleichenberg, Therme Loipersdorf, Rogner Bad Blumau, Heiltherme Bad Waltersdorf) und dem Verein Steirisches Thermenland die ersten beiden Produkte einer neuen, auf Holunderöl und -trester basierenden, Naturkosmetiklinie entwickelt. Die Kombination aus regionalbezogener Forschung und Entwicklung machte es möglich, eine in der Steiermark wachsende Pflanze als Rohstoff für eine einzigartige Naturkosmetiklinie zu “entdecken”.

Der schwarze Holunder (Sambucus nigra L.) zählt zu den ältesten Naturheilpflanzen. Bereits im Mittelalter wurden aus Holunder zahlreiche Heilmittel hergestellt. In jüngster Zeit beschäftigt sich auch die Pharmazie intensiv mit dem Holunder und dessen medizinischer Wirkung. In der Kosmetik wurden bisher vor allem Auszüge aus den Holunderblüten verwendet. “Styria Sambucus” Produkte enthalten jedoch wertvolles Holundersamenöl und Tresterwirkstoffe wie zum Beispiel hochwertige Antioxidantien.

Einzigartig bei diesen Pflegeprodukten ist, dass die wertgebenden Rohstoffe aus einem hochwertigen Nebenprodukt der Holundersaftproduktion, dem Holundertrester, gewonnen werden. Der bei Steirischen Betrieben getrocknete und fein gemahlene Holundertrester wird, unter anderem mit steirischem Vulkangesteinsmehl und Wasser vermengt, als hochwertige Körperpackung eingesetzt. Das Holunderöl wird aus den Samen, die zuvor aus dem getrockneten Trester herausgereinigt wurden, kaltgepresst gewonnen. Es kann direkt als Massageöl, oder mit etwas Wasser vermengt, als Körperpflegeöl verwendet werden.

Source: Johanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, Pressemitteilung, 2008-01-29.

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