29 April 2004

Holland öffnet die Bio-Tonne

Konsens von Politik und Handel ebnet Öko-Packstoffen den Weg

TomatenBAWRundum Bio: Bei Albert Heijn passen Ökofolien prima zum Bio-Sortiment
Foto: IBAW

Frankfurt, 15. April. Bio-Packstoffe für Frischwaren bekommen in Holland jetzt flächendeckend eine Chance: Ab 1. Mai dürfen sie offiziell in jede Bio-Tonne. Albert Heijn und die Laurus-Tochter Konmar-Supermärkte verpacken Obst und Gemüse in kompostierbaren Folien.

Die Niederlande öffnen als erstes europäisches Land ihre Grünabfall- und Biotonne für kompostierbare Verpackungen. Das niederländische Umweltministerium gab bereits im Februar grünes Licht und will zusammen mit Kommunen und Händlern nachwachsenden Rohstoffen den Weg als Verpackungsmaterial ebnen.

Die Infrastruktur ist vorhanden, rund 95 Prozent der Haushalte verfügen nach Expertenschätzung über Biotonnen, in die künftig Packstoffe mit dem Aufdruck “composteerbaar” wandern können. Der Aufdruck und das Logo der Vereinigung kompostierbarer Produkte (BCPN) symbolisieren, dass es sich um zertifizierte Produkte handelt.

Die Händler unterstützen das Projekt mit Werbung. In Ahold-Supermärkten finden sich die kompostierbaren Verpackungen im Bio-Sortiment, während Konmar auch konventionelle Kartoffeln darin verpackt. “Das ist eine bequeme Darreichung, denn Kunden können nach dem Schälen die Pelle mit Verpackung in die Tonne werfen”, sagt BCPN-Vorsitzender Remy Jongboom.

(Vgl. Meldung vom 2004-04-23.)

Source: Lebensmittel Zeitung vom 2004-04-16.

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