27 Oktober 2014

Hochschule Rosenheim: 3 Millionen für die Forschung

Programm „MUNACU“ will die Entwicklung ressourcenschonender Werkstoffe voran bringen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ zwei Projekte der Hochschule Rosenheim mit Mitteln in Höhe von insgesamt 3 Millionen Euro. Stefan Müller, Staatssekretär im BMBF, überreichte die Förderbescheide persönlich. Mit dem Geld soll die Forschungskompetenz der Hochschule bei der Entwicklung ressourcenschonender Werkstoffe ausgebaut werden.

Allein rund 2,5 Millionen Euro gewährt das BMBF für ein Projekt zur Erforschung und Entwicklung neuer multifunktionaler Naturfaser-Kunststoff-Verfahren und -Werkstoffe für den Fahrzeug-, Holz- und Möbelbau. „Damit geht die bislang höchste Summe, die jemals im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ für ein einzelnes Forschungsprojekt einer Hochschule für angewandte Wissenschaften zugesprochen wurde, nach Rosenheim“, hob Staatssekretär Müller hervor.

Mit der Millionen-Förderung, die das Projekt mit dem Kurznamen „MUNACU“ – Multifunktionale Naturfaser Kunststoff Composites – erhält, entsteht an der Hochschule Rosenheim eine Fertigungsanlage zur Entwicklung klima- und ressourcenfreundlicher Prozesse und Produkte für den Fahrzeugbau, den Bau­sektor, den Holzbau sowie den Möbelbau. Mithilfe der Anlage werden Varianten für die Produktion von Naturfaser-Kunststoff-Verbund­werkstoffen erforscht. Diese sollen als Alternativen zu herkömmlichen energie- und kostenintensiven Produkten aus Werkstoffen wie Kohlenstoff- oder Glasfasern eingesetzt werden.

Die zweite Förderung in Höhe von rund 430.000 Euro erhält die Hochschule für ein Projekt zur Erforschung von Alternativen zu Stahlankerstäben, die bislang zur temporären Sicherung von Böschungen und Baugrubenwänden im Erdreich eingesetzt werden. Die Hochschule arbeitet hier an der Entwicklung von Ankerrohren aus Buchefurnierschichtholz sowie Bambus. Vorteile dieser Lösung sind geringere Rohstoffkosten und eine wesentlich höhere Nachhaltigkeit der Sicherungsmaßnahmen.

Source: Fachhochschule Rosenheim, Pressemitteilung, 2014-10-20.

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