6 Januar 2005

Hessen will Stroh und Getreide als Bio-Brennstoffe

Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Einsatz von landwirtschaftlichen Energiepflanzen und Stroh sowie Getreide in Kleinfeuerungsanlagen bundesweit erlaubt wird. “Zur Gestaltung einer nachhaltigen Energieversorgung, zum Schutz des Klimas und zur Schonung endlicher Ressourcen wollen wir regenerative Energiequellen verstärkt erschließen”, sagte der hessische Landwirtschaft- und Umweltminister Wilhelm Dietzel in Baunatal.

Die genannten Pflanzen tragen den Angaben nach mehr als die Hälfte zum gesamten möglichen Bioenergie-Potenzial in Deutschland bei. Eine Änderung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen, die vom Bund zu beschließen ist, ermögliche es Landwirten beispielsweise Getreide, das etwa wegen Pilzgiften nicht mehr verzehrt werden kann, in Kleinfeuerungsanlagen (unter 100 kW) zu verbrennen und so die Energie für den Hausbedarf zu nutzen, sagte der Minister.

Die neue Rechtslage würde die Erzeuger aber auch motivieren, spezielle Getreidesorten anzubauen, die extra für die Energieversorgung gezüchtet wurden. “Damit es nicht zu einer Verschlechterung der Emissionen beim Hausbrand kommt, sind gleichzeitig speziell auf diesen Brennstoff abgestimmte Verbrennungstechniken zeitnah zu entwickeln, mit denen bestehende Emissionsgrenzwerte sicher eingehalten werden können”, sagte Dietzel. Um hierzu Impulse zu geben, schlägt Hessen eine Erweiterung des Brennstoff-Katalogs für Kleinfeuerungsanlagen in der entsprechenden Verordnung vor und werde dies als Bundesratsinitiative im Frühjahr einbringen.

Kontakt
Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Torsten Volkert, Mainzer Str. 80
D-65189 Wiesbaden
Tel.: 0611-815 10 20 & 0611-815 10 22
Fax: 0611-815 19 43
E-Mail: presse@hmulv.hessen.de
Internet: www.hmulv.hessen.de

Source: Pressemitteilung www.hmulv.hessen.de vom 2005-01-04.

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