20 April 2005

Hessen will 15 Prozent des Energiebedarfs aus Erneuerbaren Energien decken

Staatssekretär Karl-Winfried Seif: "Die Zukunft liegt in regenerativen Energien"

“Hessen hat das Ziel, bis zum Jahr 2015 einen Markt für Biorohstoffe zu etablieren – als Beitrag zum aktiven Klimaschutz und zur deutlichen Steigerung der Nachfrage nach land- und forstwirtschaftlichen Produkten”, sagte Karl-Winfried Seif, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz heute in Aßlar.

Seif betonte, Hessen setze bei den Nachwachsenden Rohstoffen besonders auf die Biogaserzeugung zur Wärme- und Stromerzeugung. Der Staatssekretär hob außerdem hervor: “Die Hessische Landesregierung hat die Entwicklung der ländlichen Räume zu einem ihrer zentralen Arbeitsbereiche erklärt und daher seine Förderinstrumente gerade unter einer Dachrichtlinie neu gebündelt und geschärft, damit die ländlichen Regionen gezielt und wirksam unterstützt werden können. Wie bisher wird die Errichtung von Holzfeuerungsanlagen ab 50 kW und insbesondere Biogasanlagen gefördert. Zusätzlich werden aber auch Modellvorhaben, beispielsweise zur Platzierung neuer Produktketten, zur Erhöhung der Anzahl von Pellet-Heizungen auch im privaten Bereich und zur Ertragsmaximierung von Energie-Getreide unterstützt.”

Ziel sei es dabei, die Nutzung von Nachwachsenden Rohstoffen so zu unterstützen, dass das Ziel der Hessischen Landesregierung, 15 Prozent des Energiebedarfs bis 2015 aus Erneuerbaren Energien zu decken, erreicht werden könne, sagte der Staatssekretär.

“Dies kann aber nicht allein über Investitionsförderungen und Nachfragesteigerungen erfolgen, sondern es sei notwendig, das Thema an mehreren Punkten anzugreifen!” Seif nannte die Aus-, Fort- und Weiterbildung auf allen Ebenen, um das Know-how zu Nachwachsenden Rohstoffen allen Akteuren zu vermitteln. Voraussetzung sei auch, dass Land- und Forstwirtschaft die neue Herausforderung als Chance begreife und Nachwachsende Rohstoffe zur Verfügung stelle. Ganz wichtig sei auch der Technologietransfer. “Mit dem Kompetenzzentrum HessenRohstoffe in Witzenhausen haben wir in Hessen eine einzigartige Koordinierungsstelle, die alle Aktivitäten im Bereich der energetischen und stofflichen Nutzung von Biomasse bündelt,” so Staatssekretär Seif abschließend.

Pressestelle:
Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Mainzer Str. 80
65189 Wiesbaden
Tel.: (0611) 8 15 10 20/10 22
Fax: (0611) 8 15 19 43
Email: presse@hmulv.hessen.de

(Vgl. Meldung vom 2005-04-14.)

Source: Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 2005-04-19.

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