21 Februar 2003

Herstellung hochwertiger Faserplatten durch den Einfluss von Enzymen

Eine wirtschaftliche Nutzung lignozelluloser Fasern aus ein- und mehrjährigen Pflanzen gewinnt im Zuge der Verwertung nachwachsender Rohstoffe immer mehr Bedeutung. Insbesondere MDF werden aufgrund ihrer guten mechanischen und verarbeitungstechnischen Eigenschaften zunehmend in Möbelindustrie, Bau- und Ausbaugewerbe eingesetzt.

Bei der konventionellen Herstellung von lignozellulosen Faserwerkstoffen werden die Faserpartikel durch Zugabe von Kunstharzbindemitteln (z.B. Harnstoffformaldehydharz) verklebt. Die Verwendung dieser Kunstharze ist jedoch umstritten, da sie ökologische und gesundheitliche Risiken beinhalten. Ein zukunftsweisender Weg ist die Substitution künstlicher Klebstoffe durch eine enzymatische Behandlung der Holzfasern.

Das Institut für Holz- und Papiertechnik der TU Dresden hat ein Verfahren entwickelt, bei dem auf den Einsatz der üblichen Bindemittel bei der Herstellung von Faserwerkstoffen verzichtet werden kann. Dabei erfolgt eine Aktivierung stoffeigener Bindekräfte, so dass die gewünschte Werkstoffqualität ohne Klebstoffzusätze erreicht werden kann.

Inzwischen wurden innerhalb eines geförderten Projektes in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Institut für Angewandte Biotechnologie an der Universität Leipzig, dem Verfahrenstechnischen Institut Saalfeld und anderen Partnern erste Erfolge erzielt.

Kontakt:
Professor André Wagenführ
Tel.: +49-(0)351-463-38101
E-Mail: wagenfuehr@mhp.mw.tu-dresden.de

Dipl.-Ing. Sören Tech
Tel.: +49-(0)351-463-38108
E-Mail: tech@mhp.mw.tu-dresden.de

Dipl.-Ing. Holger Unbehaun
Tel.: +49-(0)351-463-38109
E-Mail: unbehaun@mhp.mw.tu-dresden.de

Source: eco-info vom 2003-02-20 und pers. Mitteilung von H. Unbehaun (TU Dresden) vom 2003-02-21.

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