17 Juni 2008

Heimisches Teak aus Österreichs Wäldern

Nachhaltig wohnen im Garten

Umweltschutzorganisationen schlagen Alarm: Die Urwaldabholzung schreitet beängstigend voran, und das trägt maßgeblich zur Klimaveränderung bei. Der boomende Gartenbereich und der niedrige Dollarkurs verstärken die Nachfrage nach dauerhaften Tropenhölzern. “Gebackenes” Holz aus heimischem Bauernwald verspricht eine ökologische und nachhaltige Alternative für den Außenbereich zu sein.

zaruba3.jpgWie riesige Backöfen wirken die Kammern, in denen der Sägewerksbetreiber Hubert Mitteramskogler das Schnittholz “bäckt”. Das heimische Holz wird darin über 200 Grad erhitzt. Dabei verändern sich die Zellstruktur und die Eigenschaften des Holzes. Der Werkstoff wird langlebig, dauerhaft und resistent. Das für den Garten- und Außenbereich prädestinierte Holz hat einen dunklen, satten Farbton, der durch die “Karamellisierung” des Holzzuckers erzielt wird. Mit diesem ökologischen Verfahren ersetzt der Unternehmer Hubert Mitteramskogler bereits seit acht Jahren weit gereistes Tropenholz, chemische Imprägnierungen und Tränksalze.

“Heimisches Laubholz ist wegen seiner Haltbarkeit für den Außenbereich nur sehr eingeschränkt verwendbar. Durch das ökologische Wärmeverfahren erreicht es die gleiche Haltbarkeit wie Teakholz”, so der Unternehmer Hubert Mitteramskogler. Dieses Holz nimmt kaum Wasser auf, und ist auch für Bereiche mit schwankender Luftfeuchtigkeit und Temperatur geeignet.

Nachhaltig planen – Kritische Konsumenten zwingen zum Handeln
In den Urwaldregionen erfolgt über 80% des Holzeinschlags illegal. Unter dem Deckmantel der “Landumwandlung” zur Nutzlandgewinnung werden riesige Plantagenfelder errichtet. Hauptziel ist es, an die edlen Tropenhölzer wie Bankirai, Merbau und Teak heranzukommen. Türöffner ist dabei die Holz- und Papierindustrie – so verlautet Greenpeace in einem offenen Brief an die Holzindustrie. Umweltbewusste Konsumenten und Architekten suchen nach Alternativen und bringen Branchen zum Umdenken. Dabei ist die Schonung der Umwelt und der Ressourcen eines der vorrangigen Themen.

Einer der ersten Architekten, welcher das österreichische High-Tech-Holz entdeckt hat, ist der bekannte Holzbauer Johannes Kaufmann aus Vorarlberg. “Thermoholz ist wegen seiner hohen Funktionalität und seiner ökologischen Verträglichkeit ein von mir bevorzugtes Material für Terrassen und Außenbereiche.” Aufgrund ihrer verbesserten Eigenschaften eignen sich die Dielen auch hervorragend für Stege und Schwimmbadumrandungen. Keinerlei Tränksalze oder Anstriche werden in das umliegende Erdreich oder Wasser ausgewaschen.

MIRAKO_066.jpgGreen Design – heimisches Holz als amerikanischer Exportschlager
Auch Möbelhersteller setzen auf die langlebige Thermoesche des österreichischen Produzenten. So werden die vom steirischen Unternehmen Viteo gefertigten Gartenmöbel mit Erfolg in die USA exportiert. “Green Design ist in Nordamerika ein viel größeres Thema als bei uns. Die Herkunft des Holzes und die sozial-verträglichen Arbeitsbedingungen sind für immer mehr Konsumenten genauso wichtig wie Design und Funktion des Produktes”, berichtet der Möbel-Designer Wolfgang Pichler. Das Holz trocknet auch nach längeren Regenperioden schnell und schiefert nicht.

Der Laubholzproduzent Mitteramskogler veredelt jährlich 15.000 Festmeter Holz. Vor allem Esche, Buche und Ahorn sind gefragt. Für das Verfahren wurde dem Unternehmen der Sonderpreis für Innovationen und das österreichische Umweltzeichen verliehen. Das verarbeitete Material stammt aus heimischen nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und ist PEFC zertifiziert.

Kontakt:
Doris Stiksl-Mitteramskogler
Mitteramskogler GmbH
Markt 113
A-3334 Gaflenz
Email: doris.stiksl@mirako.at
Telefon: (0043) 73 53- 2040
Internet: www.mirako.at

(Vgl. Meldungen vom 2005-09-22 und 2004-04-06.)

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