4 Januar 2002

HanfHaus meldet Insolvenz an

Wie aus einem Schreiben an die Gesellschafter der HanfHaus GmbH hervorgeht, sah sich die Berliner Firma gezwungen, zum Ende des vergangenen Jahres 2001 Insolvenz anzumelden.

In den Monaten davor habe sich die Gesellschaft großen Veränderungen gegenüber gesehen. So habe beispielsweise der Mitbegründer und Geschäftsführer Mathias Bröckers aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft der HanfHaus GmbH die Firma verlassen.

Im Sommer 2000 waren aufgrund von Finanzierungszusagen Finanzmittel in wichtige Planungs- und Entwicklungsprojekte gesteckt worden. Diese Zusagen seien jedoch nur zu einem Bruchteil eingehalten worden (vgl. auch Meldung vom 2000-10-04).
Die eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen und Kostenreduzierungen konnten die Gesellschaft jedoch nicht vor der Zahlungsunfähigkeit bewahren, obwohl die Umsätze im Frühjahr 2001 besonders im Bereich Hanftextilien im Vergleich zum Vorjahr um ca. 30% angezogen waren.

Trotz des positiven Geschäftsverlaufs in 2001 wird für das Gesamtjahr ein Verlust erwartet. Die Bilanz für das Jahr 2000 weist einen Fehlbetrag von 242.343,28 DM aus, der nicht durch Aktivvermögen gedeckt ist.

Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)
Endredaktion: Marion Kupfer (nova)
Quelle: Brief von Peter Oelze von Lobenthal, Geschäftsführer Fa. HanfHaus GmbH, Berlin vom 2002-01-04.

Source: Brief von Peter Oelze von Lobenthal, Geschäftsführer Fa. HanfHaus GmbH, Berlin vom 2002-01-04.

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