20 Dezember 2007

Grundsteinlegung für Straubinger Nawaro-Unternehmerzentrum

Erster Mietvertrag für "BioCubator" unterzeichnet

Der Freistaat Bayern und die Region Straubing-Bogen investieren weiter in die Infrastruktur für diese zukunftsfähige Branche. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Innovations- und Gründerzentrum Straubing-Sand wurde der Grundstein für ein Unternehmerzentrum für Nachwachsende Rohstoffe gelegt. Im so genannten BioCubator finden Unternehmen aus der Branche attraktivste Labor, Büro- und Lagerflächen. Im ersten Bauabschnitt werden auf drei Geschossen mehr als 1000 mh vermietbare Fläche bereitgestellt. Die Bayerische Staatsregierung fördert den Bau dieses Technologiegebäudes mit 2 Mio. € aus der High-Tech-Offensive Bayern. Die Fertigstellung ist für Oktober 2008 geplant, Erweiterungsoptionen sind gesichert. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das neue Technologiegebäude auch durch die konsequente Holzbauweise und Nutzung weiterer nachwachsender Rohstoffe bei der Errichtung.

Die Wege für die Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Ideenschmiede des international anerkannten Kompetenzzentrums sind im niederbayerischen Straubing erfreulich kurz. Unter der Marke BioCampus haben die Stadt Straubing, der Landkreis Straubing-Bogen und die Gemeinde Aiterhofen im Industrie- und Hafengebiet Straubing-Sand spezifische Flächenangebote für die Branche entwickelt. “Der BioCubator soll ein weiterer Leuchtturm unserer Kompetenz im Bereich der Nawaros werden”, betonte Landrat Alfred Reisinger und verwies nicht ohne Stolz auf die bereits erfolgten unternehmerischen Investitionen im Bereich der energetischen Verwertung von Biomassen im Hafen Straubing.

Das erste industrielle Leitunternehmen, die Fa. CompacTec, hat sich 2005 im Hafen Straubing-Sand angesiedelt und betreibt dort eine moderne Holzpelletproduktion mit einer Kapazität von 140.000 t/a. Gegenüber hat die Campa Süd die größte bayerische Ölmühle mit einer Investition von 60 Mio. € errichtet. Die Anlage ist in der Lage 600.000 t/a Rapssaat für die Gewinnung von Pflanzentreibstoffen zu verpressen.

“Neben den Synergien mit Einrichtungen des Kompetenzzentrums schätzen die Firmen vor allem die logistischen Möglichkeiten des Hafens für Transport und Umschlag von Biomassen”, bestätigte Andreas Löffert, Geschäftsführer der BioCampus Straubing GmbH und verantwortlich für die Vermarktung des BioCubators. Die interessierten Unternehmen kommen zum großen Teil aus dem niederbayerischen Gäuboden, der größten Pflanzenzuchtregion Süddeutschlands und dem vor der Türe liegenden Bayerischen Wald. Ein bedeutendes Innovationspotenzial liegt hier nicht nur in der energetischen, sondern insbesondere auch in der stofflichen Nutzung biogener Ressourcen. Von der Holzverarbeitung bis zum Design neuer Textilien reicht die Palette der Firmengründungen im Straubinger Technologiecluster für Nachwachsende Rohstoffe.

Compactec erster Mieter
Der erste Mietvertrag für den Biocubator wurde am 18. Dezember unterzeichnet. Der Pellethersteller CompacTec wird künftig seine Entwicklungs- und Büroräume im “BioCubator” unterbringen.

Kontakt
ZVI Straubing-Sand
Europaring 4
94315 Straubing
Tel.: 09421-78 51 50
Fax.: 09421-78 51 55
E-Mail: info@straubing-sand.de
Internet: www.straubing-sand.de

(Vgl. Meldungen vom 2006-06-20 und 2006-01-19.)

Source: ZVI Straubing-Sand, Pressemitteilung, 2007-12-14 und Straubinger Tagblatt, 2007-12-18.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email