6 Mai 2004

Grüne für verstärkte Förderung nachwachsender Rohstoffe

Hans-Josef Fell, forschungs- und technologiepolitischer Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen, erklärt zum am 5. Mai vorlegten Forschungsbericht:

“Der steigende Erdölpreis belastet die Wirtschaft. Die Forschung muss weit stärker als bisher gegen die Ressourcenverknappung ausgerichtet werden. Weltweit steigt die Nachfrage nach Energierohstoffen und Metallen stark an. Gleichzeitig stehen wir beim Erdöl vermutlich unmittelbar vor dem Erreichen des weltweiten Fördermaximums. …

Unter Rot-Grün konnte der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt von 2,2 Prozent auf 2,5 Prozent angehoben werden. Um das immer wieder bekräftigte Ziel eines 3 Prozent-Anteils zu erreichen, müssen in den nächsten Jahren die Mittel des Bundes und der Länder für Forschung und Entwicklung jährlich um 1-1,3 Milliarden Euro bis 2010 ansteigen. Alleine im Bundeshaushalt 2005 müssen zusätzliche 530 Millionen Euro quer durch alle Ministerien für Forschung eingestellt werden. Ein großer Teil des frischen Geldes sollte in die Entwicklung Nachwachsender Rohstoffe und Erneuerbarer Energien investiert werden, da sie entscheidend dazu beitragen, die Abhängigkeit vom Erdöl und metallischen Rohstoffen zu verringern.

Jeder Euro, den wir hier investieren, wird volkswirtschaftlich eine vielfache Rendite abwerfen.

Die Politik darf nicht länger die Augen davor verschließen, dass wir bei einigen Rohstoffen die Grenzen des Wachstums erreicht haben. Die Innovationspolitik ist aufgefordert, die Konsequenzen zu ziehen: Die Abhängigkeit unserer Wirtschaft vom Erdöl und knapper metallischer Rohstoffe muss beendet werden! Die Forschung muss hierzu einen wesentlich stärkeren Beitrag liefern als bisher. Ohne Lösung der Ressourcenprobleme wird es keine stabile Erholung der Weltwirtschaft geben können.”

(Vgl. Meldung vom 2002-11-28.)

Source: Pressemitteilung von Hans-Josef Fell (MdB - Sprecher für Forschung und Technologie / Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) - auszugweise zitiert, vom 2004-05-05.

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