3 Mai 2006

Große Koalition erzielt Einigung über steuerliche Behandlung von Biokraftstoffen

Zukunft der Biokraftstoffe zunächst gesichert

Die Biokraftstoffindustrie atmet auf. Laut Petra Sprick, Geschäftsführerin des Verbands der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), wurde nach monatelangem Ringen nun “ein Kompromiss gefunden, der den Biokraftstoffherstellern eine Zukunftsperspektive bietet.”

Die von der Großen Koalition festgelegte steuerliche Förderung von Biokraftstoffen in Reinform für einen Übergangszeitraum bis Ende 2009 sei eine Grundvoraussetzung dafür, dass sich die junge Biokraftstoffindustrie weiter entwickeln und ihre technologische Weltmarktführerschaft behaupten könne. Hiermit habe die Bundesregierung die besondere Bedeutung des Marktes für reinen Biodiesel erkannt, so Petra Sprick weiter.

Der VDB hofft nun auf eine über 2009 hinaus gehende steuerliche Begünstigung von Biokraftstoffen. Petra Sprick: “Solange die Produktion von Biodiesel teurer ist als die des mineralischen Konkurrenzproduktes, muss die Verwendung von reinem Biodiesel gefördert werden.” Entfiele die Förderung, so stehe die gesamte Produktion reinen Biodiesels auf der Kippe. Dies sei besonders bedenklich, da es insbesondere die mittelständischen Betriebe in ländlichen Regionen treffen würde.

Die von der Großen Koalition vereinbarte volle Besteuerung von Biokraftstoffen als Beimischung zum mineralischen Kraftstoff wird vom VDB akzeptiert. Auch die Aufteilung der verpflichteten Beimischung begrüßt der VDB. Hiernach muss handelsüblichem Benzin 2 Prozent und Diesel 4,4 Prozent Biokraftstoff beigemischt werden.

Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.
Dr. Karin Retzlaff (Stellv. Geschäftsführerin)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Tel. 030/72 62 59-10
Fax 030/72 62 59-19
E-Mail: retzlaff@biokraftstoffverband.de

(Vgl. hierzu die BMF-Pressemitteilung Nr. 56 und BMELV-Pressemitteilung Nr. 80 vom 2006-05-02.)

Source: Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V. vom 2006-05-03.

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