20 Juni 2016

Grafe: Neues PLA-Additiv und neuer elektrisch leitfähiger Biokunststoff

Neue Einsatzmöglichkeiten für PLA durch Erweiterung des Temperaturbereichs bei der Verarbeitung sowie Reduzierung des Schrumpfverhaltens

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Das Unternehmen 3dk.berlin hat das elektrisch leitfähige PLA bereits erfolgreich testen können – (Bild: 3dk.berlin).

Mit zwei Produktinnovationen präsentiert sich Grafe auf der diesjährigen Rapid.Tech. Im Rahmen der Fachschau und Konferenz für additive Technologien stellt der Farb-Spezialist aus Thüringen ein spezielles PLA-Additiv sowie einen elektrisch leitfähigen Biokunststoff in den Mittelpunkt seines Auftritts.

“Bei unserem neuen PLA-Additiv handelt es sich um ein hochgefülltes Gleitmittelmasterbatch, das speziell zur Aufstabilisierung von Polylactiden entwickelt wurde”, erläutert Vertriebsmitarbeiter und Key Account Manager René Fischer. “Durch eine Erweiterung des Temperaturbereichs bei der Verarbeitung und eine Reduzierung des Schrumpfverhaltens – zu beobachten am Durchmesser des Polymerstranges der später für das 3D-Drucken aufgewickelt wird – kann der empfindliche Produktionsprozess stabiler gehalten werden. Damit ergeben sich neue Einsatzmöglichkeiten für PLA.” Bei Polylactiden, umgangssprachlich auch Polymilchsäuren genannt, handelt es sich um synthetische Polymere, die zu den Polyestern zählen.

Bei der zweiten Innovation handelt es sich um elektrisch leitfähiges PLA für den 3D-Druck mit einem Oberflächenwiderstand und spezifischem Durchgangswiderstand von <10E3 Ohm. “Bei der Verarbeitung des Materials ist es wichtig, aufgrund der erhöhten Feuchtigkeitsaufnahme das Material im Vorfeld zu trocknen. Deshalb kommt es bei der Auswahl der Rohstoffe sowie bei der Produktion darauf an, auf eine gute Dispergierung und Verarbeitung zu achten, damit Rußstippen oder Agglomerate, die dazu neigen Düsen von 3D-Druckern zu verstopfen, vermieden werden können”, so Fischer.

Diese Neuheiten seien speziell für die Nachfrage aus der 3D-Druck-Branche nach leitfähigen Werkstoffen entwickelt worden, berichtet er. “Im vergangenen Jahr haben wir das erste Mal auf der Rapid.Tech ausgestellt. Die Resonanz war erfreulich und wir waren sehr zufrieden. Wir konnten neue Kunden akquirieren und haben bestehende Kunden getroffen, von denen wir noch nicht wussten, dass sie auch in diesem Bereich aktiv sind.”

Aus diesem Grund habe die Grafe-Gruppe beschlossen, ihr Engagement auf der Fachschau auszubauen. “Wir haben einen größeren Messestand gebucht und sind mit drei Leuten vor Ort in Erfurt vertreten”, sagt Fischer, den 2015 vor allem die Internationalität und die hohe Dichte an namhaften Unternehmen beeindruckt haben. In diesem Jahr erwartet die Rapid.Tech rund 160 Aussteller aus zehn Ländern.

Die Rapid.Tech gilt als eine wichtige Informationsveranstaltung im Bereich der generativen Fertigungsverfahren. Betrachtet werden Stand und Fortschritt des Rapid Prototyping bis hin zur Umsetzung von Endprodukten mit Hilfe des Additive Manufacturing sowie der Einstieg der Technologie in die Serienproduktion. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung als Anwendertagung mit begleitender Fachmesse eine Plattform des Wissensaustausches zwischen Forschern, Entwicklern, Konstrukteuren und Anwendern.

Source: Plasticker, 2016-06-13.

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