21 April 2004

Gefährdet Änderung des Ökostrom-Gesetzes den Bau von Österreichs größtem Biomasse-Kraftwerk?

Ebenso, wie Wiens Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder am Dienstag u.a. mit dem neuen Biomasse-Kraftwerk Simmering “neue Maßstäbe im Klima- und Umweltschutz” vorstellte, stand auch die Frage ins Haus, ob eine mögliche Änderung des Ökostrom-Gesetzes die Investoren zum Rückzug bewegen könne. Das weltweit erste Kraftwerk dieser Art mit eigens entwickeltem Katalysator wäre denn auch das größte in Europa, das mit 8.000 jährlichen Betriebsstunden 160 Gigawatt Strom oder auch Fernwärme erzeugen soll. Als Rohstoff-Lieferant stünden die Österreichischen Bundesforste parat.

Nicht nur als Alternative zum Atomstrom, sondern auch als Instrument zur Reduktion des gesundheitsschädlichen CO2 und Kraft-Wärme-Kopplung sowie zur Steigerung des Ökostrom-Anteiles auf 3,3 Prozent soll das 56- Mio.-Euro-Projekt als Zeichen moderner Umwelt-Technologie in der EU realisiert werden. Ein wirtschaftlicher Betrieb bedingt aber einen Kilowattstunden-Preis von 10,02 Cent, welcher durch die Änderung des Ökostrom-Gesetzes gefährdet werden könne: “Das Vertrauen der Investoren wäre weg, das Projekt gestorben”, konstatierte Rieder.

(Vgl. Meldung vom 2003-08-11.)

Source: Wiener Zeitung vom 2004-04-21.

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