12 Mai 2010

Gasnetzzugang soll für Biogaserzeuger günstiger werden

Pflichtenheft soll zügigeren Ablauf der Verfahren sicherstellen

Mit der Novelle der Gasnetzzugangsverordnung ist eine Ermäßigung der Anschlusskosten für Biogasanlagenbetreiber in Sicht. Wie der Geschäftsführer des Biogasrates, Reinhard Schultz, bei einer Veranstaltung seines Verbandes in Berlin ankündigte, soll es gegenüber der aktuellen Regelung eine veränderte Teilung der Anschlusskosten geben.

Geplant sei, dass der Netzbetreiber künftig 75% der Kosten, der Anlagenbetreiber aber nur noch 25% zu tragen habe. Derzeit gilt eine hälftige Teilung der Kosten. Schultz begrüßte diese Planungen der Regierung ebenso wie den angestrebten Verzicht auf “schikanöse Sicherheiten” und ein neu einzuführendes Pflichtenheft beim Anschlussverfahren.

Mit solch einem Pflichtenheft soll offenbar ein zügigerer Ablauf der Verfahren sichergestellt werden, die heutzutage häufig unter Verzögerungen leiden. Gefordert, aber nach derzeitigen Planungen offenbar nicht im Entwurf zur Novelle der Gasnetzzugangsverordnung enthalten, wird von der Biogasbranche eine Erhöhung der Vergütung für vermiedene Netzentgelte von derzeit 0,7 Cent/kWh auf 1,5 Cent/kWh.

Durchgesetzt worden war dieses Netzentgelt ursprünglich, weil die Branche argumentiert hatte, durch die Einspeisung von heimischem Biogas falle der Import der entsprechenden Erdgasmenge aus Russland weg, wodurch Netzentgelte gespart würden. Seitdem ist Erdgas – nicht zuletzt durch neue Fördermethoden in den USA – auf dem Weltmarkt deutlich billiger geworden, so dass die Preisschere zwischen fossiler und biogener Ware sich geweitet hat. Mit einem erhöhten Netzentgelt könnte die Kluft ein kleines Stück weit geschlossen werden.

Source: top agrar, 2010-05-12.

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