4 September 2018

futureTEX forscht: Hanf im Flugzeugbau und Ufos aus Textilbeton

Start für futureTEX-Rollout am 6. September 2018 - bis 2030 soll das modernste textilindustrielle Wertschöpfungsnetzwerk Europas entstehen

Die Textilwirtschaft in Deutschland ist weit mehr als nur T-Shirts und Sofakissen. Textiler forschen in futureTEX an Cockpit-Bauteilen aus Hanf im Ultraleichthubschrauber, textile Leiterplatten für smarte Matratzen, Solarzellen auf Abschattungstextilen, neue Fügetechnologien für Faserverbundstoffe in der Luftfahrt, architektonische Freiformobjekte aus Textilbeton u.v.m.

Seit Beginn 2014 arbeiten in dem Verbundprojekt mehr als 300 Firmen, Forschungseinrichtungen und Verbände für die Zukunft der Textilbranche in Deutschland. Das Projektkonsortium von Herstellern, Zulieferern, Dienstleistern und Maschinenbauern hat bei der Umsetzung der vierten industriellen Revolution im Textilmaschinenbau und in der Textilindustrie international die Nase vorn. Bis 2030 soll mit futureTEX das modernste textilindustrielle Wertschöpfungsnetzwerk Europas entstehen.

In den sechs Forschungsschwerpunkten Ressourceneffizienz, kundenintegrierte Wertschöpfungsketten, Zukunftsprodukte, Wissens- und Innovationsmanagement sowie Arbeitsorganisation und Nachwuchssicherung arbeiten Teams aus Wissenschaft und Wirtschaft gemeinschaftlich zusammen. So entstehen in insgesamt 30 Vorhaben disruptive Produkte und Technologien, moderne Organisationsformen und neue Geschäftsmodelle.

In den letzten Jahren wurden die strategischen und wissenschaftlichen Grundsteine im Projekt gelegt. Nun steht das Rollout in die Branche an. Die ersten Umsetzungsvorhaben stehen kurz vor dem Abschluss und der Transfer der Ergebnisse in die breite Textilwirtschaft kann beginnen.

Die futureTEX-Konsortialversammlungen am 6. September beim Forschungspartner VOWALON Beschichtungs GmbH Treuen wird den Startschuss für das Rollout der Ergebnisse geben. Die Unternehmer erhalten einen Überblick über die Bandbreite der bisherigen Themengebiete.

futureTEX ist das bislang größte Forschungsprojekt des Bundes für die ostdeutsche Textilbranche. Die Fördersumme von 45 Millionen Euro kommt aus dem Programm “Zwanzig20″ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) ist Konsortialführer in dem bis 2021 laufenden Projekt.

Source: Sächsisches Textilforschungsinstitut, Pressemitteilung, 2018-08-30.

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