13 Januar 2006

Forst- und Holzwirtschaft sehen optimistisch ins neue Jahr

Große Investitionen geplant, beschlossen und getätigt

Das Cluster Forst und Holz kann auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurückblicken: die Holzindustrie hat in 2005 an mehreren Standorten große Investitionen geplant, beschlossen oder sogar schon getätigt.

“In den meisten Branchen der Holzwirtschaft – Holzindustrie, Holzhandwerk, Holzhandel – wächst die Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung”, so der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), Dr. Wilhelm Vorher heute in Berlin zum Auftakt anlässlich der bevorstehenden Grünen Woche vor der Presse.

Forst- und Holzwirtschaft haben die neue Bundesregierung schon vor den Koalitionsverhandlungen und in anschließenden ersten Gesprächen darauf hingewiesen, welche Maßnahmen geeignet sind, weitere Potenziale für Wachstum und Beschäftigung in der Forst- und Holzwirtschaft zur Entfaltung zu bringen. Dazu gehört z.B., die Transportbedingungen in Deutschland den europäischen Verhältnissen anzugleichen, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Prinz Salm, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) unterstreicht die positive Einschätzung: “Auch für die – in Deutschland dominierende – private und kommunale Forstwirtschaft ist 2005 ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr gewesen: Es wurde etwa ebensoviel Holz geerntet wie im Vorjahr, die meisten Holzsortimente werden rege nachgefragt, der Zustand der Wälder hat sich tendenziell verbessert, und größere Kalamitätsnutzungen sind nicht angefallen.”

Mit Holzvorräten von über 3,38 Mrd. m3 steht Deutschland in Europa an der Spitze! Doch werden diese Potenziale bisher nur zu zwei Dritteln genutzt.

Dieses Holz gilt es zu mobilisieren,

  • um den steigenden Rohstoffbedarf der Holzindustrie möglichst weitgehend aus der heimischen Ressource zu decken,
  • um fossile Rohstoffe zu schonen,
  • um das ökologisch sinnvolle Konzept der heimischen “Energie der kurzen Wege” umzusetzen,
  • und nicht zuletzt, um die Stabilität der Wälder langfristig sicherzustellen.

Gemeinsam haben sich deshalb Forst- und Holzwirtschaft in der Holz-Charta die Holzmobilisierung als zentrales Thema vorgenommen. Der DHWR und die AGDW begrüßen es sehr, dass die neue Bundesregierung dieses Vorhaben unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten für sinnvoll hält und sich im Koalitionsvertrag zur Umsetzung der Holz-Charta verpflichtet hat.

Source: Pressemitteilung des Deutschen Holzwirtschaftsrats (DWHR) und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW vom 2006-01-12.

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