4 August 2009

Forschung: Holzmodifizierung für dauerhafte Kiefernfenster

Maß halten durch Melaminharzmodifizierung

Im Mittelpunkt des Kooperationsprojektes zwischen der Abteilung Holzbiologie & Holzprodukte der Georg-August-Universität Göttingen und der Variotec GmbH & Co. KG (Neumarkt) steht die Untersuchung und Entwicklung eines Holzmodifizierungsverfahrens, mit dem einheimisches Holz für den Einsatz als Rahmenmaterial im Fensterbau optimiert werden soll.

phpThumb_generated_thumbnailjpg.jpegKunststoff- und Aluminiumfenster haben – mit einem gemeinsamen Marktanteil von ca. 80% – durch ihre hohe Formbeständigkeit und der geringen Pflegeintensität das Holzfenster weitgehend vom Markt verdrängt. Der geringe Anteil der derzeitigen Holzfenster wird meist aus tropischen Holzarten gefertigt, die die technischen Ansprüche für den Fensterbau aufgrund von hoher Dimensionsstabilität, Dauerhaftigkeit und Festigkeit besser erfüllen als heimische Holzarten. Großer Nachteil der Tropenhölzer allerdings sind die langen Transportwege und der teilweise nicht nachhaltige Anbau. Sie sollten daher durch die Nutzung des in Deutschland und Europa vorhandenen Holzaufkommens ersetzt werden.

Durch die biozidfreie Holzmodifizierung ist es möglich, verschiedene Eigenschaften einheimischer Holzarten zu verbessern. Aus mehreren potenziellen Modifizierungsverfahren wurde im ersten Projektschritt die Modifizierung mit Melaminharzen ausgewählt. Durch die Melaminharzmodifizierung können Materialeigenschaften wie die Dimensionsstabilität und die Dauerhaftigkeit verbessert werden und so die technischen Anforderungen an Holzarten für den Fensterbau auch von heimischen Holzarten erreicht werden.

Es wird zertifiziertes Kiefernsplintholz aus nachhaltig bewirtschafteten einheimischen Wäldern verwendet. Das so optimierte Holz wird bei Variotec künftig für Fenster und Türen im Passivhausbereich eingesetzt.

Source: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Pressemittelung, 2009-07.

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