21 August 2003

Forscher: Klimawandel erfordert Umdenken in der Landwirtschaft

Der Klimawandel wird die Landwirtschaft nach Ansicht von Experten beiderseits des Atlantiks drastisch verändern

London (dpa) – In den nächsten Jahrzehnten werde vor allem im Süden Europas durch wachsende Trockenheit der Anbau von Feldfrüchten immer schwieriger, berichtet das britische Fachmagazin “New Scientist” (Nr. 2409, S. 5) mit Blick auf ein jüngst veröffentlichtes Bulletin der Europäischen Kommission. In nordeuropäischen Ländern wie Schweden, Dänemark und Finnland hingegen stehen demnach wärmere und feuchtere Zeiten an, was den landwirtschaftlichen Ertrag steigern werde.

Für die USA sagen Forscher des Joint Global Change Research Institutes eine Zuspitzung voraus: An der West- und vor allem an der Ostküste wird es den Angaben zufolge in den kommenden hundert Jahren immer ausdauernder regnen, so dass die US-Ernteerträge insgesamt sogar besser werden könnten.

Im Landesinnern hingegen, vor allem in den Bundesstaaten Kansas, Colorado und Nebraska, nähmen Hitze und Trockenheit derart zu, dass Landwirtschaft dort sogar unmöglich werden könnte, schreibt das Wissenschaftlerteam im Fachjournal “Agricultural and Forest Meteorology” (Bd. 117, S. 73/97). Teamleiter Cesar Izaurralde mahnt angesichts der Klimaveränderungen: “Es ist keineswegs zu früh, ein anpassungsfähiges Agrarsystem aufzubauen.”

© dpa 2003

(Vgl. Meldungen vom 2002-10-18 und 2002-06-09.)

Source: www.dpa.de vom 2003-08-20.

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