8 April 2002

Ford Focus FFV – Fortschritt durch Ethanolantrieb

Abgasfilter und neue Antriebskonzepte prägen die neuen Automobile

Wenn sich auch bisher die Kombination Auto/Alkohol bislang schlecht vertrug, wissen es die Experten des Ford-Forschungszentrums Aachen (FFA) inzwischen besser. Denn der jüngst vorgestellte Ford Focus FFV kann dank eines speziell eingebauten Sensorsystems mit beliebigen Mischungen aus Benzin und Ethanol betankt werden. “Theoretisch würde der Wagen auch mit Schnaps laufen”, berichtet Ford-Marketingmanager Franz Dübel.

In Deutschland noch exotisch, ist die Herstellung von Ethanol, z.B. aus Holzabfällen, in Schweden schon alltäglich (vgl. auch Meldung vom 2002-01-18). Aufgrund der engen Ressourcen fossiler Energien setzen die Forscher im FFA auf sinnvolle Alternativen zum Benzinmotor. Neben Biodiesel, Flüssig- und Erdgas gilt vor allem Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft. Dieser kann nicht nur in neuartigen Brennstoffzellen, sondern auch in entsprechend modifizierten Verbrennungsmotoren eingesetzt werden. Weltweit mehr als 300.000 Fahrzeuge gehören bereits zur “grünen” Ford-Flotte.

Eine Testfahrt brachte indes auch die Schwächen der diversen Antriebsarten ans Licht. So erwies sich beim Versuchsfahrzeug namens “P2000″, dass zumindest die Wasserstoff-Technik von der Serienreife noch ein Stück entfernt ist, denn in puncto Beschleunigung war es herkömmlichen Fahrzeugen deutlich unterlegen. Ingenieur Sam Hashemi ist dennoch von der Zukunftsfähigkeit des “P2000″” überzeugt, denn die Emissionen des Entwicklungsfahrzeugs sind äußerst gering.

100 Mitarbeiter im Ford-Forschungszentrum arbeiten indes auch an neuartigen Dieselpartikelfiltern, die eine Reduzierung der Abgase um runde 99 Prozent garantieren und die wohl noch vor der marktreifen Brennstoffzelle zum Einsatz kommen sollen.

(Vgl. auch Meldung vom 2002-01-04.)

Source: Aachener Nachrichten vom 2002-04-08.

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