10 Juli 2009

FNR: Novellierte Kleinfeuerungsanlagenverordnung

Für umweltfreundliches Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen

Am 2. Juli 2009 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) . Mit deutlich strengeren Grenzwerten für Kohlenmonoxid- und Staubemissionen trägt sie den bedeutenden Entwicklungsfortschritten der Kaminofen- und Biomassekesselhersteller Rechnung und passt die Grenzwerte dem Stand der Technik an. Damit setzt die novellierte Verordnung neue Maßstäbe für Emissionsminderungsmaßnahmen bei Biomassefeuerungen sowie bei der Evaluierung entsprechender Anlagenkonzepte.

Daneben sieht die novellierte Verordnung eine deutliche Erweiterung des Brennstoffspektrums vor. So sind neben Getreide, das nicht für die Nahrungsmittelproduktion bestimmt ist, künftig auch weitere nachwachsende Rohstoffe als Brennstoff zugelassen.

Diese Erweiterungen wurden maßgeblich durch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. geförderten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Entwicklung und Optimierung von Biomassefeuerungen und durch die Datenerhebungen zur Verfeuerung unterschiedlichster nachwachsender Rohstoffe ermöglicht. Die Forschungsergebnisse aus den BMELV-geförderten Projekten sind wesentlich in die Diskussionen und Stellungnahmen zur Novellierung eingegangen und haben die Faktengrundlage für die Bundestagsentscheidung gelegt.

In Verbindung mit der Normung von nachwachsenden Rohstoffen als feste Biobrennstoffe bietet sich nunmehr die Perspektive, verschiedenste Nebenprodukte und Reststoffe sowie speziell angebaute nachwachsende Rohstoffe zur effizienten und umweltfreundlichen Wärmeerzeugung in Kleinfeuerungsanlagen zu nutzen.

Im Auftrag des BMELV fördert die FNR seit dem Jahr 2004 Projekte zu Nutzung alternativer Biomassebrennstoffe mit dem Ziel, den Stand der Technik fortzuschreiben sowie die Genehmigungsfähigkeit von entsprechenden Anlagen nachzuweisen. Die Ergebnisse der umfangreichen Arbeiten belegen, dass die Nutzung alternativer Biobrennstoffe wie z. B. Mindergetreide oder halmgutartige Brennstoffe einen hohen technischen Stand erreicht hat. Der durch die Weiterentwicklung der Anlagen seit den 90-er Jahren erreichte enorme technische Fortschritt ermöglicht heute eine effiziente und umweltschonende Nutzung alternativer Bioenergieträger.

weitere Informationen
Bioenergieportal der FNR: www.bio-energie.de

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2009-07-07.

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