25 Mai 2007

FNR-Infobrief Mai 2007

Für die Industrie sind nachwachsende Rohstoffe mindestens genauso wichtig wie für die Energieversorgung, auch wenn die momentane Präsenz der Bioenergie in den Medien einen anderen Eindruck vermittelt. Deshalb bin ich (Andreas Schütte, Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)) froh, dass die zurückliegenden Veranstaltungen in Nürnberg und Oldenburg die Möglichkeit boten, auch die stoffliche Nutzung landwirtschaftlicher Rohstoffe intensiv zu diskutieren.

Und das in ganz unterschiedlichen Kreisen. Während beim 10. Symposium “Nachwachsende Rohstoffe in der Industrie” in Oldenburg Wissenschaftler im universitären Umfeld aktuelle Forschungsergebnisse erörterten, bot die Konferenz “Fuelling the Future” des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Nürnberg der internationalen Politik das entsprechende Podium.

Rund 250 Teilnehmer haben die Einladung des BMELV nach Nürnberg angenommen und die Chance genutzt, den Vorträgen der Experten aktuelle Informationen zu entnehmen und sich ihre eigene Meinung zu bilden. Die zum Abschluss verabschiedete Nürnberger Erklärung zeigt den Willen der Politik, sich für nachwachsende Rohstoffe stärker zu engagieren. Die Etablierung eines Zertifizierungssystems für den Anbau, den Import, aber auch die Konversion von nachwachsenden Rohstoffen sowie den Biomasseaktionsplan für die stoffliche Nutzung möchte ich unter den verschiedenen Zielen besonders hervorheben.

Auch das Symposium in Oldenburg war mit rund 200 Teilnehmern aus den verschiedensten Unternehmen und Hochschulen eine gelungene Veranstaltung. Besonders freute mich die rege Teilnahme junger Wissenschaftler, die sicherlich auch den interessanten Projekten der Nachwuchsgruppen geschuldet war.

Die Veranstaltung machte deutlich: für die intensivere Nutzung nachwachsender Rohstoffe setzen deutsche Wissenschaftler wegweisende Akzente!

Eine intensivere Nutzung setzt aber auch die größere Verfügbarkeit nutzbarer Rohstoffe voraus. Vor allem für die Bioenergie werden somit geeignete Energiepflanzen immer wichtiger. Um welche Pflanzen es sich handelt und wie sie am sinnvollsten in Energie umgewandelt werden, ist seit März 2007 unter www.energiepflanzen.info nachzulesen. Die FNR will nicht nur Fachkreisen, sondern vor allem Verbrauchern auf diesen Internetseiten zeigen, welche Chancen für eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Energieerzeugung auf deutschen Äckern heranwachsen könnten. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingt, mit guter Aufklärungsarbeit ein positives Image für die Energiepflanzen aufzubauen.

Aus dem weiteren Inhalt des Infobriefs

  • Dämmstoffförderung verlängert
    • Programm läuft bis Ende 2007
    • Fachlicher Rat aus Münster
  • Kleinfeuerungen: nicht nur für Holz!
    • Sauber dank Lamellenfilter
    • Fachgespräch “Alternative Biobrennstoffe”
    • Mess- und Prüfverfahren für Getreidekessel
    • …und ihre Abgase
    • Statusseminar informiert
  • Biokunststoffe
    • Verstärkung von Gummi und TPE durch Naturfasern
    • Mikroschäumung
  • Züchtung
    • Biopolymere in transgenen Kartoffel
    • Stärke und Glucosylglycerol in Kartoffeln
    • Xylan im Sommerhafer
  • Sonstiges
    • Biokraftstoffe – mit welchem am weitesten
    • Ronneburg lockt mit Rohstoffpflanzen
    • Nachwachsende Rohstoffe: Welche Märkte bieten Potenzial
  • Anhang
    • Projekte
    • Veranstaltungen
  • Der Infobrief Mai 2007 steht hier zum Download bereit.

    (Siehe auch frühere Infobriefe der FNR vom 2007-02-14 und 2006-10-27.)

    Source: FNR-Infobrief, 2007-05-10.

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