2 Juli 2011

FNR-Infobrief Juni 2011

Standpunkt: Ein Mehr an Geld für Forschung im Bioenergiebereich gilt es auch zu nutzen!

BildLiebe Leserinnen und Leser,

das Fördermittelbudget der FNR ist in diesem Jahr mit insgesamt 62 Millionen Euro so umfangreich wie nie zuvor. Diese Situation stellt sich nach Jahren eines eher knappen Haushaltes ein, in denen wir leider auch viele interessante Projektvorschläge ablehnen oder verschieben mussten. Insofern sind wir sehr froh über die Mittelausstattung, nichtsdestotrotz bedeutet sie aber auch eine große Herausforderung und Verantwortung. Es gilt nicht nur, eine große Menge an Forschungs- und Entwicklungsprojekten einzuwerben, sondern die Mittel auch effizient zu nutzen. Dazu führt die FNR seit einiger Zeit verstärkt Fachgespräche durch, bei denen Experten aus Wissenschaft und Praxis mit uns den Forschungsbedarf in den jeweiligen Bereichen diskutieren.

Ein Beispiel ist das am 14. April in Berlin durchgeführte Statusseminar zur pflanzenbaulichen Verwertung organischer Reststoffe und zur Humusreproduktion, an dem über 40 Experten teilnahmen. Dem Thema Nährstoffkreisläufe kommt in der Tat eine Schlüsselrolle für eine dauerhaft nachhaltige Biomasseproduktion zu. Das gilt insbesondere auch für Nährstoffe wie Phosphor, dessen zur Neige gehende weltweite Lagerstätten Anlass zu entschiedenem Handeln geben. Diesem Thema widmet sich deshalb auch einer von insgesamt sechs Bioenergie-Förderschwerpunkten des BMELV im Programmteil “Forschungsförderung Erneuerbare Energien” des Energie- und Klimafonds (EKF) der Bundesregierung, dessen Abwicklung die FNR betreut. Mehr dazu lesen Sie im nächsten Beitrag in diesem Infobrief.

Weitere in den vergangenen Wochen durchgeführte Fachgespräche betrafen unter anderem die Emissionen des Energiepflanzenanbaus und die Methanaufbereitung bei kleinen Biogasanlagen.

Auch das Förderprogramm “Nachwachsende Rohstoffe” wird im Hinblick auf den bestehenden Forschungsbedarf untersetzt. So kam jüngst der neue Förderschwerpunkt ‚Züchtung nachwachsender Rohstoffe’ hinzu. Aufmerksamkeit verdienen zudem die nach wie vor bestehenden Punkte, wie zum Beispiel das Thema “Energiepflanzenanbau”. Die FNR nimmt hierzu gerne weitere Projektvorschläge entgegen. Siehe auch www.nachwachsenderohstoffe.de/projekte-foerderung/foerderschwerpunkte/.

Nach Fukushima ist sich Deutschland einig in dem Wunsch nach einer – möglichst schnellen – Energiewende. Über die Förderung und Durchführung von Forschung und Entwicklung können wir unseren Teil dazu beitragen, zusammen mit Ihnen, Ihren Ideen, der Wissenschaft und der Wirtschaft!

Herzlichst, ihr

Dr.-Ing. Andreas Schütte

  • Weitere Informationen

FNR-Infobrief Juni 2022 hier zum Download (PDF 2MB)

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Infobrief Juni 2011, 2011-07-02.

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