10 Februar 2010

FNR förderte 431 Projekte

Zu den Projekten zählen u.a. ein Flugstromvergaser am FZK und eine Holzvergasungsanlage der Stadtwerke Ulm

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat im Programm “Nachwachsende Rohstoffe” im Jahr 2009 insgesamt 431 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 144 Mio. Euro gefördert. Die Zahl der Projekte erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 90, das Mittelvolumen um 42 Mio. Euro. Auf die chemisch-technischen Projekte entfielen laut FNR-Jahresbericht 64,4 Mio. Euro beziehungsweise 44 % der Mittel, für die Bioenergie waren es 57,0 Mio. Euro oder 40% des Aufkommens. Der Bereich “Sonstiges”, darunter fallen unter anderem Öffentlichkeitsarbeit und Beratung, machte 22,6 Mio. Euro oder 16% aus.

Allein mit 12,4 Mio Euro unterstützt das Bundeslandwirtschaftsministerium über die FNR die Errichtung eines Flugstromvergasers am Forschungszentrum Karlsruhe (FZK). Der Vergaser wandelt thermisch aufbereitete Biomasse, einen zähflüssigen Brei, aus der bereits existierenden ersten Stufe der Anlage in Synthesegas um. Das Synthesegas soll später zu Methanol und anschließend über ein geeignetes Syntheseverfahren zu Kraftstoffen weiter veredelt werden. “Die hohe Fördersumme verdeutlicht die Bedeutung, die das Bundeslandwirtschaftsministerium den synthetischen Biokraftstoffen beimisst”, heißt es im FNR-Jahresbericht.

Ein weiteres von der FNR gefördertes Großprojekt ist eine Holzvergasungsanlage der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Energie. Die von den Stadtwerken geplante Anlage werde Strom und Wärme aus Holz mit einem Gesamtwirkungsgrad von rund 80% erzeugen. Das übertreffe die Werte herkömmlicher Biomassekraft- und -heizkraftwerke deutlich, betonte die FNR. Gleichzeitig sei das Vorhaben mit einer Gesamtenergieleistung von gut 15 MW die erste Holzvergasungsanlage Deutschlands in dieser für den dezentralen Bereich wichtigen Größe. Die Anlage stelle eine technologische Weiterentwicklung des Holz-Heizkraftwerkes mit Holzvergasung im österreichischen Güssing dar. Das Holz-Heizkraftwerk müsse nun zeigen, dass es im Versorgungsalltag eines Stadtwerkes bestehen könne.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR, Pressemitteilung, 2010-02-09.

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