10 November 2004

FNR fördert mit neuen Akzenten

Konstruktionswerkstoffe, technische Polymere und Feinchemikalien im Fokus

Mit neuen Förderschwerpunkten will die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Industrie und Wissenschaft Lust auf zukunftsweisende Projekte machen. Mit den Fördergeldern sollen nicht nur neue Feinchemikalien, sondern auch technische Polymere und Konstruktionswerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt werden.

Ein praktischer Nutzen für die nahe Zukunft ist für die finanzielle Unterstützung allerdings Grundvoraussetzung. Marktnahe und marktfähige Produkte und Verfahren sollen entwickelt werden, die eine intensivere Nutzung der Rohstoffe vom Acker realistisch machen. Auf Kooperationen legt die FNR daher besonderen Wert. Nicht nur Industrie und Wissenschaft sollen enger als bisher zusammenarbeiten, Erfolg erhofft man sich auch von der Vernetzung verschiedenster Forschungsrichtungen.

Was Experten bei der FNR in mehreren Fachgesprächen erarbeiteten, ist jetzt in drei Förderschwerpunkten nachzulesen. Für die Feinchemikalien besteht vor allem hinsichtlich der Verfahrenstechnik großer Forschungsbedarf. Mit thermochemischen, chemokatalytischen und biokatalytischen Verfahren könnten ebenso neue Feinchemikalien gefunden werden, wie über die Nutzung neuer Enzymsysteme. Die Wissenschaft ist außerdem aufgerufen, mit Koppelprodukten wie Glyzerin sowie besonders kostengünstigen nachwachsenden Rohstoffe zu experimentieren. Denn nicht zuletzt der Preis entscheidet, ob ein Rohstoff sich auf dem Markt behaupten kann oder nicht.

Für die technischen Polymere spielt auch die Funktionalität eine wichtige Rolle. Mit dem Förderschwerpunkt will die FNR dafür sorgen, dass in Zukunft deutlich mehr Monomere und Polymere auf Basis nachwachsender Rohstoffe zur Verfügung stehen als bisher. Für technische Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere sollen sie ebenso nutzbar werden wie für technische und textile Fasern oder Verbundmaterialien.

Aus technischen Polymeren werden auch Funktionswerkstoffe hergestellt, denen sich der dritten Förderschwerpunkt widmet. Um Konstruktionswerkstoffe mit neuen Eigenschaften zu entwickeln, muss die Wissenschaft nicht nur an den Matrixpolymeren, sondern auch an der Faserveredlung oder an Hilfs- und Bindemitteln ansetzen. Die FNR freut sich außerdem über Projektvorschläge zu neuen Holzwerkstoffen, Wood-Plastic-Composites oder Bioverbunden.

Die konkreten Förderschwerpunkte und die Voraussetzungen für eine Antragstellung sind auf den Internetseiten der FNR unter www.fnr.de nachzulesen.

Source: Pressemitteilung Nr. 377 der FNR vom 2004-11-10.

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