2 September 2009

FNR: Bioenergieberater bundesweit

12 regionale Anlaufstellen für Land- und Forstwirte

Zum 1. September richtet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), bundesweit 12 Beratungsstellen ein. In jedem Flächenbundesland gibt es künftig eine Anlaufstelle für Land- und Forstwirte, die Bioenergie erzeugen oder selbst nutzen wollen. Außerdem informieren die Berater die breite Öffentlichkeit zum Thema Energiepflanzenanbau, um mehr Verständnis für diesen Bereich zu erreichen.

Die zwölf Beratungsteams auf einen Blick
Die zwölf Beratungsteams auf einen Blick

Die Beratung im Auftrag des BMELV ist kostenlos.

Die Erzeugung und der Einsatz von Bioenergie im eigenen Betrieb sind noch immer relativ neue Betriebszweige für Land- und Forstwirte. Entsprechend groß ist hier der Informationsbedarf. Deshalb hat das BMELV zum 1. September die Beratungsstellen eingerichtet, die den inhaltlichen Schwerpunkt auf die wirtschaftliche, effiziente und umweltverträgliche Biomasseproduktion und –nutzung legen.

Das Beratungsangebot ist ein Bestandteil des BMELV-Aktionsprogramms “Energie für morgen – Chancen für ländliche Räume”.

Angeboten wird eine betriebsindividuelle Grundberatung mit Vor-Ort-Besuch, Betriebsanalyse und der Erstellung eines Grobkonzeptes. Für detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnungen müssen die Landwirte danach ein Ingenieurbüro beauftragen; die BMELV-Berater benennen hierfür geeignete Ansprechpartner.

Außerdem organisieren die Beratungsstellen Exkursionen zu Demonstrationsbetrieben, die bereits erfolgreich Bioenergie-Konzepte umsetzen.

Schließlich steht das Thema Energiepflanzen-Anbau auf der Agenda. Sowohl auf Anbau- als auch auf Nutzerseite ist das Wissen um die Fördermöglichkeiten, aber auch die Produktions- und Nutzungsbedingungen von Bioenergie häufig nicht in ausreichender Tiefe vorhanden, was zu mangelnder Akzeptanz und vermeidbaren Konflikten führen kann. Die Beratungsstellen organisieren deshalb Informationsveranstaltungen und geben kostenloses schriftliches Material aus, das auch Landwirte selbst für ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit bestellen können. Ziel ist es, durch Aufklärung ein größeres Verständnis für die Energieproduktion auf dem Acker zu erreichen.

Folgende Einrichtungen koordinieren die Beratung in den einzelnen Bundesländern:

  • Baden-Württemberg: Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg, Außenstelle Rheinstetten-Forchheim
  • Bayern: C.A.R.M.E.N. e.V.
  • Brandenburg: BioenergieBeratungBornim GmbH
  • Hessen: Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
  • Mecklenburg-Vorpommern: Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH
  • Niedersachsen: Landwirtschaftskammer Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz/Saarland: Bundesanstalt für Landwirtschaft (BLE)
  • Sachsen: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
  • Sachsen-Anhalt: Pilot Pflanzenöltechnologie Magdeburg e.V.
  • Schleswig-Holstein: Maschinenring Mittelholstein e.V.
  • Thüringen: Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Referat Nachwachsende Rohstoffe

Die Adressen der einzelnen Beratungsstellen finden Sie im Internet unter www.bioenergie-portal.info.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR, Pressemitteilung, 2009-09-01.

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