5 März 2007

Flüssigholz-Produkte aus NRW

Urnen als Chance

Die Firma Leni Kunststofftechnik in Bergneustadt tritt als neuer Anbieter von Flüssigholz-Spritzguss-Artikeln hervor. Ursprünglich wollte das Unternehmen den Betrieb mit der Entwicklung von Urnen aus Flüssigholz sanieren. Nach Umsatzeinbrüchen hat das Familienunternehmen ein Siebtel der 350 Mitarbeiter entlassen, einen neuen Geschäftsführer eingestellt und die Produktpalette erweitert.

Susanne Lang-Hardt: Holz lässt sich ebenso wie Kunststoff verflüssigen und in neue Formen gießen. Die formbare Biomasse nutzt Leni jetzt zur Herstellung von Urnen. Sie bauen sich Jahre nach der Beisetzung komplett ab. Dabei sei jede Urne ein Unikat, sagt Christian Lenz von der Firmenleitung. Beim Gießen entstehen zufällige Maserungen auf der Oberfläche. 150.000 Euro hat Leni in neue Werkzeuge investiert.

Das Unternehmen hat große Erfahrung im Spritzgieß-Bereich und arbeitet mit vielen namhaften Anwendern und Rohstofflieferanten zusammen. Auf Grundlage dieser Netzwerke sind nun weitere Produkte in der Entwicklung, so dass für die Zukunft einiges zu erwarten ist, zumal auch bereits mit verhältnismäßig geringem Marketing neuen Interessenten gewonnen werden konnten.

Der Vertrieb der Urnen aus Flüssigholz, welches auch unter dem Namen Wood-Plastic-Composite (WPC) bekannt ist, erfolgt nur über den Bestattungsfachhandel. Lieferungen an Privatpersonen sind nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie auf www.fluessigholzurne.de oder per E-Mail bei wolfgang.reuter@leni.de.

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(Vgl. Meldungen vom 2007-01-23, 2006-05-03 und 2004-04-07.)

Source: Westdeutscher Rundfunk, Lokalzeit, 2007-03-02.

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