5 September 2001

Flachs im modernen Auto

Autoindustrie zeigt zunehmenden Einsatz von Nachwachsende Rohstoffen zur naro.tech in Erfurt

Erfurt. Dem nagelneuen Audi A 2 in der Erfurter Messehalle sieht äußerlich niemand an, was sich hinter den Türen und im Innenraum verbirgt. Der Ingolstädter Autohersteller verarbeitet schon seit langem Naturstoffe in seinen modernen Fahrzeugen. Pflanzenfasern wie Flachs und Jute finden sich in den Verbundstoffen für Innenverkleidungen der Türen, Konsolen oder Kofferraumauskleidungen. Umfangreiche Studien ergaben, dass die Naturfaserstoffe hinsichtlich des Energieeinsatzes ökologisch vorteilhafter sind als traditionelle Kunststoffe. Für den A 2 wurde deshalb sogar ein vollkommen neues Türenkonzept entwickelt. Der Einsatz dieser Naturfasern mache sich sogar bei Crashtests positiv bemerkbar: Bei einem seitlichen Auffahrunfall, so ein Audi-Sprecher, entstünden weniger scharfkantige Bruchstücke, die zu Verletzungen führen können. Darüber hinaus setzt Audi Lederpolster ein, die mit einem umweltfreundlichen Gerbstoff, gewonnen aus einer heimischen Rhabarberart, behandelt sind. Der neuartige Gerbstoff wurde von einem Unternehmen in Bernburg in Sachsen-Anhalt entwickelt. Mit Holzfasern verstärkte Kunststoffe für Lenkräder, Schaltknüppel oder das Armaturenbrett sind weitere Einsatzfelder für Nachwachsende Rohstoffe.

Neben dem auf der naro.tech vorgestellten A 2 demonstrieren zahlreiche namhafte Zulieferfirmen für die Autoindustrie ihre Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen. Teile für PKW-Innenaussattungen stellt die Lear Coporation vor. Die SAI Automotive SAL GmbH präsentiert Nadelfliese auf Cellulosebasis.

Der Einsatz von Biodiesel oder das 3-Liter-Auto sind weitere Themen aus dem Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe, denen sich die Automobilindustrie auf der naro.tech stellt.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.narotech.de abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung Messe Erfurt AG vom 5. September 2001.

Source: Pressemitteilung Messe Erfurt AG vom 5. September 2001.

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