14 November 2013

FKuR nimmt neue Compoundieranlage zur Herstellung von Biokunststoffen in Betrieb

Biokunststoff-Pionier errichtet hiermit bereits die dritte Compounderlinie von KraussMaffei Berstorff

  • KraussMaffei Berstorff liefert maßgeschneiderte Compoundieranlage
  • Markt für Biokunststoffe wächst stetig
  • FKuR ein Pionier bei der Kunststoffherstellung

Hannover, 13. November 2013 – FKuR Kunststoff GmbH (Willich, Deutschland) hat eine weitere Komplettlinie zur Herstellung von Biokunststoffen von KraussMaffei Berstorff, Hannover in Betrieb genommen. Für den Hersteller biologisch abbaubarer und biobasierter Kunststoffcompounds ist dies bereits die dritte Compounderlinie von KraussMaffei Berstorff, der bereits zehn maßgeschneiderte Linien für den Wachstumsmarkt Biokunststoffe im Feld hat.

Markt für Biokunststoffe wächst stetig

„Biokunststoffe haben sich aufgrund ihrer spezifischen Vorteile – bioabbaubar und/oder aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt – in den vergangenen Jahren einen festen Platz im Markt erobert”, erklärt Lars Darnedde, zuständig für die verfahrenstechnische Entwicklung im Bereich Compoundierung und Verarbeitung von Biokunststoffen bei KraussMaffei Berstorff. „Wurden im Jahr 2009 noch 249 kt Biokunststoffe hergestellt, so waren es 2011 schon 1.160 kt und bis 2016 gehen Experten sogar von einer Verfünffachung der weltweiten Kunststoffproduktion auf 5.780 kt aus”, so Darnedde weiter. Zu den bekanntesten Bioprodukten gehören Bio-PE, Bio-PET sowie Stärke- und PLA-Blends.

FKuR ein Pionier bei der Biokunststoffherstellung

Der Biokunststoff-Spezialist FKuR gehört weltweit zu den Pionieren auf dem Gebiet der Biokunststoffcompoundierung. Zusammen mit dem Fraunhofer Institut UMSICHT aus Oberhausen entwickelte die FKuR eine große Bandbreite biologisch abbaubarer und/oder biobasierter Kunststoff-Compounds. Für die Entwicklung und Herstellung der Spezialkunststoffe betreibt das Unternehmen bereits zwei Extrusionslinien mit je einem Zweischneckenextruder ZE 50 UTXi von KraussMaffei Berstorff. Aufgrund des steigenden Bedarfs entschied sich die FKuR jetzt für eine dritte Linie, diesmal mit einem ZE 75 R UTXi mit einer Ausstoßleistung von bis zu 1.000 kg/h. „Wir haben uns wieder für eine Linie von KraussMaffei Berstorff entschieden, da wir mit den ersten beiden Linien sehr positive Erfahrungen gemacht haben. Hauptvorteile sind für uns die geringen Ausfallzeiten bei enormer Flexibilität ohne Umbauaufwand, so dass wir ein breites Spektrum unserer Biokunststoffe mit ihnen herstellen können”, begründet Geschäftsführerin Carmen Michels die Kaufentscheidung.

Gute Prozesskenntnisse und flexible Maschinentechnik

„KraussMaffei Berstorff verfügt über ein großes Know-how sowohl in der Verfahrens- als auch Maschinentechnik für die Compoundierung und Verarbeitung von Biokunststoffen”, berichtet Darnedde. „Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit der FKuR sowie unserer eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben wir unser Prozessverständnis stetig erweitert und so wieder eine maßgeschneiderte Anlage liefern können”, ergänzt Darnedde. Komplettlinien mit Zweischneckenextrudern und abgestimmtem Up- und Downstreamequipment für die Compoundierung gehören seit Jahrzehnten zu den Kernkompetenzen von KraussMaffei Berstorff.

Komplette Compoundierlinie zur Herstellung von PLA-basierten Copolyesterblends

Für die FKuR lieferte KraussMaffei Berstorff eine perfekt aufeinander abgestimmte Komplettlösung von der Materialdosierung über die maßgeschneiderte Compoundierung bis zur Absackung inklusive Bühne. Der eingesetzte Zweischneckenextruder der R-Serie zeichnet sich neben den bekannten Vorteilen der Zweischneckenextruder – exzellente Homogenisierung bei schonender Plastifizierung – durch ein großes freies Schneckenvolumen aus. So können die pulverförmigen Ausgangsstoffe für die Biokunststoffherstellung betriebssicher eindosiert und mit der hohen Ausstoßleistung von bis zu 1.000 kg/h compoundiert werden. Mit der neuen flexiblen Linie lässt sich eine große Bandbreite verschiedener Rezepturen mit variablen Füllstoffgehalten problemlos herstellen. Hauptanwendungsgebiete für diese Produkte sind alle Arten von flexiblen Folienanwendungen, wie etwa Agrar-, Haushalts- und Hygienefolien sowie thermogeformte Artikel und Spritzgussprodukte.

Source: KraussMaffei-Berstorff, Pressemitteilung, 2013-11-13.

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