11 Januar 2001

Faserplatten aus Palmenabfällen

Pro Hektar Palmenplantage fallen jährlich mindestens eine Tonne Abfälle als Folge der Palmölproduktion an. Allein in Malaysia dem Weltmarktführer bei Palmöl ergeben sich daraus pro Jahr 2,5 Millionen Tonnen faserhaltigen Materials, welches bisher verbrannt oder deponiert wurde.

Mitarbeiter des malaysischen Büros der Frauenhofer-Gesellschaft erkannten, dass dieses Material anderweitig verwertbar ist. Spezialisten des Wilhelm-Klauditz-Insitutes in Braunschweig, einem Ableger des FhG untersuchten die Abfälle. Das Ergebnis: Die Nebenprodukte der Palmölgewinnung eignen sich sehr gut zur Herstellung von so genannten mitteldichten Faserplatten für die Möbelindustrie und den Messebau.

Hierzu werden die gewaschenen Abfälle gemahlen und mit Leimpartikeln vermischt. Nach der Trocknung werden die klebrigen Fasern auf eine feste Oberfläche aufgetragen, erhitzt und gepresst. Es entstehen Platten zwischen drei und 40 mm Dicke.

In Malaysia entsteht zur Zeit mit einem Investitionsvolumen von acht Millionen DM eine Pilotanlage.

Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Wirtschaftswoche vom 11.01.01.

Source: Wirtschaftswoche vom 11.01.01.

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