22 Dezember 2009

Fachverband Biogas: 5.000 Anlagen bis Ende 2010 erwartet

Güllebonus fördert Bau von Biogasanalgen

Bis Ende 2010 erwartet der Fachverband Biogas (FvB) mindestens 5.000 Biogasanlagen in Deutschland mit einer Gesamtleistung von etwa 1.900 MW. Das hat eine Verbandssprecherin am Mittwoch gegenüber dem Presse- und Informationsdienst AGRA-EUROPE erklärt.

Man rechne 2010 mit dem Zubau von etwa 500 bis 600 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 250 MW. Für das Jahresende 2009 veranschlagt der FvB den Anlagenbestand auf etwa 4.500, bei einer Gesamtleistung von 1.650 MW. Besonders im Süden wird eine verstärkte Nutzung des im novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankerten Güllebonus in Höhe von 4 Cent/kWh und damit einhergehend der verstärkte Bau von kleineren Biogasanlagen mit einer Leistung bis zu 250 kW erwartet. Der Grund dafür besteht darin, dass für den Erhalt des Güllebonus der Anteil der Exkremente an den Substraten mengenmäßig mindestens 30% betragen muss. Mit dem für das Jahr 2009 veranschlagten Zubau an Biogasanlagen rechnet der FvB damit, dass Biogasstrom rund 9,4 Mio t Kohlendioxyd pro Jahr vermeidet, die bei der Verbrennung von Kohle oder Öl entstanden wären.

Der FvB wies anlässlich der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen auf die Vorteile einer dezentralen Energieerzeugung durch Biogas hin. Allein in China stünden laut Schätzungen rund 5 bis 7 Millionen kleine Biogasanlagen, die mehr als 18 Millionen Familien mit umweltfreundlicher Energie für den Eigenbedarf versorgten; in Nepal seien es mehr als 100.000. Biogas biete gerade in den ländlichen Regionen der Entwicklungs- und Schwellenländer der Bevölkerung die Chance, eine autarke Energieversorgung auf umweltfreundlicher und zukunftssicherer Basis zu gewährleisten, und dies auch ohne Stromnetzinfrastruktur. Biogas stelle darüber hinaus häufig eine Alternative zum Abholzen und Verbrennen von Bäumen dar.

Source: Land & Forst, Pressemitteilung, 2009-12-17.

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