14 November 2007

EWE steigt in Biogasaufbereitung ein

Erste Aufbereitungsanlage Norddeutschlands eröffnet - 10% Biogasanteil für Erdgastankstellen

Der Oldenburger Energiekonzern EWE steigt in die Biogasaufbereitung ein und baut damit sein Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien weiter aus. Anfang November eröffnete EWE im niedersächsischen Werlte eine der bundesweit ersten und die erste Biogasaufbereitungsanlage in Norddeutschland. Die Anlage wurde an die bereits seit 2002 bestehende Biogasanlage angeschlossen, die EWE 2006 übernommen hatte.

Das darin erzeugte Biogas modifiziert die Aufbereitungsanlage so, dass es der Qualität von Erdgas entspricht und speist es dann direkt in das Ortsnetz ein. Dadurch kann das Biogas jetzt in größerem Umfang genutzt werden. Bislang diente es nur dazu, vor Ort Strom und Wärme zu erzeugen, wie es auch die Biogasanlagen in Wittmund und Surwold tun, die EWE seit 2004 und 2005 betreibt.

“Biogas ist ein wichtiger Baustein in der Energieversorgung der Zukunft. Mit der Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage leistet EWE im Bereich der erneuerbaren Energien Pionierarbeit, auch im Hinblick auf den Klimaschutz”, erklärte Dr. Thomas Neuber, EWE-Vorstand für Beschaffung und Produktion am Donnerstag in Werlte. Die mit Abfällen aus der Nahrungsmittelindustrie betriebene Anlage werde jährlich bis zu drei Millionen Kubikmeter Biogas in das Erdgasverteilnetz einspeisen. Diese Menge reiche aus, um bis zu 2.000 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen.

EWE-Tochter plant Biogasversorgung für Endkunden
Das eingespeiste Biogas findet Neuber zufolge auch bei einzelnen EWE Produkten konkrete Anwendung. So plane zum Beispiel die EWE-Tochter NaturWatt, Kunden eine reine Biogasversorgung anzubieten. Der Vertrieb werde jedoch “nicht vor Ende 2007 starten”.

Zudem soll das Biogas zukünftig auch Blockheizkraftwerke betreiben, die zum Beispiel im Rahmen von Contractingdienstleistungen wie dem EWE Wärme-Direkt-Service eingesetzt werden. Dabei ist EWE Eigentümer der Anlage und übernimmt ihre Wartung und eventuelle Reparaturen. Der Kunde bezahlt nur die von ihm genutzte Wärme. “Des Weiteren wollen wir Biogas als Kraftstoff voranbringen. Künftig mischen wir dem herkömmlichen Erdgas an mehr als 50 Tankstellen im EWE-Versorgungsgebiet zwischen Ems Weser und Elbe zehn Prozent Biogas bei”, so Neuber.

Nach eigenen Angaben plant EWE, weitere Biogasaufbereitungsanlagen in Betrieb zu nehmen, um das Engagement im Bereich der Zukunftsenergie Biogas weiter voranzutreiben.

Pressemitteilung als PDF-Dokument

(Vgl. Meldungen vom 2007-09-17, 2007-07-27 und 2007-07-13.)

Source: EWE AG, Pressemitteilung, 2007-11-08.

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