22 Oktober 2003

Europäischer R.I.O.-Innovationspreis ging an Thoma-Holz

Holzbauverfahren mit konsequent ökologischer Ausrichtung wird zum Verkaufsschlager

Seiseralm


Salzburg/Goldegg/Seiseralm – Alleine durch die große Zahl an Auszeichnungen für Thoma Holz100 wird deutlich, dass das weltweit beste und innovativste Holzbausystem der Zeit aus dem Salzburger Unternehmen Thoma-Holz kommt. Das bestätigt auch die Auszeichnung mit dem diesjährigen europäischen R.I.O.-Innovationspreis für nachhaltige Entwicklung der Aachener Stiftung Kathy Beys. Einmal mehr ist bewiesen, dass die bahnbrechende Erfindung “Holz100″ wirklich neue Standards im Bauwesen setzt: Wände, Dächer und Decken aus 100% naturbelassenem Holz mit technischen Bestleistungen. Mit einer Exportquote von 80% und Zielländern rund um den Erdball zeigt das kleine Salzburger Unternehmen Thoma-Holz groß auf.

Am 26. September war es soweit: die deutsche Stiftung Kathy Beys aus Aachen verleiht ihren diesjährigen R.I.O.-Innovationspreis für richtungsweisende Erfindungen auf dem Gebiet nachhaltiger, ökologischer Produkte an das Goldegger Unternehmen Ing. Erwin Thoma-Holz GmbH. Besonders überrascht hat, dass sich ein doch eher kleines Unternehmen aus dem Salzburger Land gegen die gesamte Großindustrie aus dem deutschsprachigen Europa durchsetzen konnte. So waren Konkurrenten um den Preis etwa die Bayer AG, die im Vorjahr den R.I.O.-Innovationspreis gewinnen konnte, die Deutsche Telekom, oder auch BASF.

In seiner Laudatio unterstrich Univ.Prof. DI Dr. Anton Moser aus Graz die Notwendigkeit eines Wertwandels in der Wirtschaft: weg von Rohstoff-verbrauchenden Produkten und hin zu Waren und Dienstleistungen, die im Einklang mit der Natur stehen und aus nachwachsenden Rohstoffen mit geringstem Energieaufwand hergestellt werden.

Thoma-Holz wurde vor rund 10 Jahren von Ing.Erwin Thoma gegründet und bemühte sich von Anfang an um gesünderes Wohnen mit dem heimischen Baustoff Holz. Aus diesem Bemühen heraus hat Ing.Erwin Thoma das System Holz100 entwickelt, das mittlerweile auch zur hoch dämmenden Holz100 thermo Variante weiterentwickelt wurde. Holz100 bedeutet: Wände, Dächer und Decken aus 100% heimischem, unbehandeltem Holz. Die Elemente bestehen aus verschieden dicken Brettern, die aufeinander geschichtet und mit staubtrockenen Buchenholzdübeln verbunden werden. Dadurch, dass keine Verleimung, sondern eine Verdübelung der Brett-Schichten stattfindet, werden Dämmwerte erreicht, die rund doppelt so gut sind, wie bei vollem oder verleimtem Holz. Und das bei voller Atmungsfähigkeit des Holzes und einer Brandsicherheit, die rund 3-5 mal höher ist, als die von Stahlbeton oder Ziegeldecken. Damit wird der Traum vom Wohnen in einem Haus aus 100% Holz ohne zusätzliche Dämmstoffe mit technischen Weltbestleistungen möglich.

Wie so ein Wohntraum aus 100% Holz aussehen kann, das zeigte der Ort der Preisverleihung eindrucksvoll. Das Hotel Urthaler auf der Seiseralm in Südtirol bildete den stimmungsvollen Rahmen der R.I.O.-Preisverleihung. Dieses 4-Sterne-Haus, das fast so groß ist wie 40 Einfamilienhäuser, ist das erste Hotel der Alpen ganz aus Holz und wurde im Vorjahr im System Thoma Holz100 in Kooperation mit einem weiteren Salzburger Unternehmen, dem Bauunternehmen Ehrenreich aus Tamsweg, in nur wenigen Wochen Bauzeit errichtet. Die Familie Urthaler vermittelt ein einmaliges Wohnklima in ihrem modernen, hochwertigen Bauwerk in 100%Holz als echte Alternative zu den herkömmlichen Ziegel- und Betonhäusern.

Der R.I.O.-Innovationspreis wurde in diesem Jahr im gesamten deutschsprachigen Europa ausgeschrieben. Die ausschreibende Stelle, die Aachener Stiftung der jung verstorbenen Unternehmerin Kathy Beys, wandte sich an Unternehmen, die Produkte anbieten, die in besonderem Maß ressourceneffizient sind, wobei aber sehr wohl eine Fokussierung auf den Gebrauchsnutzen angesagt war. Das gesuchte und mit Holz100 auch gefundene R.I.O.-Produkt musste also mindestens so viel Nutzen bringen, wie vergleichbare Produkte, dabei aber viel weniger Rohstoffe und Energie verbrauchen.
Klaus Dosch von der Aachener Stiftung Kathy Beys: “R.I.O.-Produkte stiften mindestens den gleichen Gebrauchsnutzen wie ihre konventionellen Vorläufer. Das schaffen sie aber mit sehr viel weniger Rohstoffen und Energie. Über den ganzen Lebenszyklus, über alle Produktions- und Entsorgungsstufen. Solche Produkte zu identifizieren und im Sinne der Promotion von best-practice Lösungen zu prämieren, ist das Ziel des R.I.O. Innovationspreises.”

Aber was bringt ein “Ressourcen Input Optimiertes” (R.I.O.-)Produkt außer der Schonung der Natur noch? –Tatsache ist, dass R.I.O.-Produkte in Zukunft ein zentraler Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb sein werden. Weniger Material- und Energieeinsatz sowie der Einsatz nachwachsender Rohstoffe bei Herstellung und Nutzung der Produkte bedeutet schlussendlich weniger Kosten für den Kunden. Wer hier Quantensprünge anstatt kleiner Verbesserungen schafft, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Die Nachfrage nach R.I.O.-Lösungen wird sich verstärken, das ist keine Frage. Die Menschheit weltweit und besonders die vier Milliarden Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika wollen ihre Lebensbedingungen deutlich verbessern. Bei unseren begrenzten natürlichen Ressourcen ist das mit heutiger Material- und Energieeffizienz nicht zu leisten. Wer also RIO-Lösungen anbietet, verschafft den Menschen Zugang zu Entwicklung, hilft Verteilungskonflikte zu entschärfen und schafft nicht zuletzt sich selbst neue Märkte.

Inhaltliche Rückfragen an:
Dr.Martin Goller (Unternehmensbegleitung)
A-5622 Goldegg am See
Hofmark 124
T+F +43-(0)6415-20 363
mobil +43-(0)699-1278 5066
E-mail: martin.goller@utanet.at

Source: VDI-nachrichten vom 2003-10-02 und Mitteilung der Thoma Holz vom 2003-10-22.

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