22 Januar 2002

ETENARO – Emulgatoren und Tenside aus Nachwachsenden Rohstoffen

Emulgatoren und Tenside sind für den Einsatz in der Waschmittel-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie interessant. In der Öffentlichkeit steigt zunehmend das Bedürfnis nach kosmetischen Pflegemitteln aus natürlichen Grundstoffen. Die meisten in Kosmetika eingesetzten Emulgatoren und Tenside entsprechen aufgrund ihrer Produktlinie jedoch keineswegs den Anforderungen der sanften Naturstoffchemie – auch wenn diese teilweise pflanzlichen Ursprungs sind. Mit den Saponinen steht eine in der Natur weit verbreitete Substanzklasse zur Verfügung, welche über die gewünschten Eigenschaften verfügt.

Das Institut für Chemische Prozessentwicklung und -kontrolle der JOANNEUM RESEARCH untersucht in Zusammenarbeit mit dem Institut für Chemie der Universität Graz und der Landesversuchsanstalt für Pflanzenbau in Wies-Eibiswald systematisch heimische, saponinhaltige Pflanzen im Hinblick auf deren Anwendung als Tensid- und Emulgatorquelle für naturkosmetische Produkte. Dabei werden Saponine sanftchemisch durch Extraktion mit Wasser und Alkohol und unterschiedlichen Reinigungsschritten gewonnen. Ihre Anwendbarkeit als Emulgatoren für den Einsatz in Naturkosmetika wird auf Basis physikalisch-chemischer Untersuchungsmethoden geprüft. Als wesentliche Kenngrößen werden der HLB-Wert, die Emulgierkapazität, die CMC oder auch das Zetapotenzial zur Gesamtbeurteilung herangezogen.

Die Ergebnisse sind überzeugend, denn die überprüften Pflanzen stehen kommerziell zugänglichen Saponinen und synthetischen Tensiden und Emulgatoren in ihrer Qualität keineswegs nach.

Auskunft:
Univ. Prof. Dr. Volker Ribitsch
Joanneum Research
Institut für Chemische Prozessentwicklung und -kontrolle
Steyrergasse 17
A-8010 Graz
Tel.: +43-316-876-1220
Fax: +43-316-876-1230
E-Mail: cpk@joanneum.at

Univ. Prof. Dr. Martin Mittelbach
Karl-Franzens-Universität Graz
Institut für Chemie
Heinrichstraße 28
A-8010 Graz
Tel.: +43-316-380-5353
Fax: +43-316-380-9840
E-Mail: martin.mittelbach@kfunigraz.ac.at

Quelle und Autoren: T. Eder, R. Hiesmayr, M. Mittelbach, V. Ribitsch, U. Zaismann
Projektpartner: Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, Institut für Chemische Prozessentwicklung und -kontrolle Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Chemie vom 2002-01-22.

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