31 Mai 2002

Erstes Biodieselwerk in der Oberlausitz nimmt Probebetrieb auf

Jährlich bis zu rund 5,7 Mio. Liter Biodiesel aus Raps- und Sonnenblumenöl sollen künftig die neue Biodiesel-Anlage im Sohlander Gewerbegebiet (Oberlausitz) verlassen. Die vor einem Jahr vom Schirgiswalder Ralph Münzberg gegründete Anlage mit dem Namen “Biowerk Sohland GmbH” beruht auf einem neuen, von seinem Bruder Peter entwickelten, Verfahren zur Herstellung des Alternativkraftstoffs. Vergangenen Freitag startete der 35-jährige Firmenchef mit vier Mitarbeitern den Probebetrieb. Feste Kontingente wird er beim Bund Freier Tankstellen absetzen, aber auch regionale Tankstellen wollen den Sohlander Biodiesel vertreiben. Auch an der Biowerks-eigenen Hoftankstelle kann getankt werden: “Für 65 Cent pro Liter”, verkündet der Geschäftsführer, der auch auch einige Diesel-Fahrer kennen will, die keine Freigabe vom Hersteller haben und trotzdem mit Biodiesel fahren, ohne dass ihr Motor Schaden nimmt.

Dem Jungunternehmer ist auch hinlänglich klar, dass es nicht einfach sein wird, sich gegen die Mineralöl-Lobby durchzusetzen, außerdem sind die Auflagen zur Herstellung von Biodiesel sehr streng und nach DIN geregelt. Der gegenüber mineralischem Diesel zirka zehn Prozent geringere Heizwert und damit leichte Leistungsverlust ist für den Geschäftsführer indes kein Konkurrenzkriterium:”Die meisten Kraftfahrer werden in der Leistung keinen Unterschied merken. Dafür hat der Biodiesel eine deutlich höhere Schmierkraft und verlängert die Lebensdauer des Motors”.

Source: www.sz-online.de vom 2002-05-31.

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