15 Juni 2020

Erster hölzerner Windenergieturm in Schweden errichtet

Svenskt Vindkraftstekniskt Centrum von der Technischen Hochschule Chalmers war Auftraggeber für den Holzturm auf Björkö

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Schwedens erster hölzerner Windenergieturm, 30 Meter hoch, wurde vor Göteborg errichtet. Foto: Otto Lundman © Modvion

Schwedens erster Windenergieturm aus Holz steht nun auf der Insel Björkö vor Göteborg. Der Turm misst eine Höhe von 30 Metern und wurde am Dienstag von der Entwicklungsgesellschaft Modvion aufgestellt. Die Holzkonstruktion, die stark wie Stahl ist, macht die Windkraftanlage von Anfang an klimaneutral. Bereits 2022 wird der erste Holzturm für kommerzielle Zwecke errichtet.

„Dieser große Durchbruch ebnet den Weg für Windkraftanlagen der nächsten Generation. Verbundholz ist bei gleichem Gewicht stärker als Stahl, und durch den modularen Aufbau lassen sich die Windkraftanlagen höher errichten. Mit Holz als Baumaterial reduzieren wir außerdem die CO2-Emissionen bei der Fertigung und lagern stattdessen CO2 in die Konstruktion ein“, erklärt Otto Lundman, Geschäftsführer bei Modvion AB.

Der gerade auf Björkö errichtete Windenergieturm hat eine Höhe von 30 Metern und dient Forschungszwecken. Aber schon 2022 soll der erste Holzturm zu kommerziellen Zwecken aufgestellt werden. Modvion hat bereits mit zwei Unternehmen Absichtserklärungen unterzeichnet: mit Varberg Energi über einen 110 Meter hohen Turm und mit Rabbalshede Kraft über 10 Türme mit einer Höhe von mindestens 150 Metern.

Der 30 Meter hohe Turm wurde in Zusammenarbeit mit Moelven in der Leimholzfabrik von Töreboda angefertigt. Dank des geringeren Gewichts von Holz und des Modulkonzepts ist es möglich, höhere Türme zu bauen, die sich dennoch auf öffentlichen Straßen transportieren lassen.

„Holz hat fantastische Eigenschaften, und wir müssen viel mehr aus Holz bauen, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen. Für uns ist die Teilnahme an diesem Pilotprojekt enorm inspirierend, da wir hier den erneuerbaren Energieträger Holz in einer Konstruktion zur Erzeugung erneuerbarer Energie einsetzen können“, berichtet Johan Ehlén, CEO von Moelven Töreboda.

Die Windenergietürme aus Holz können deutlich kostengünstiger gebaut werden als solche aus Stahl, wodurch die Produktionskosten der Windenergie sinken. Das von Bäumen beim Wachsen absorbierte Kohlendioxid wird in den Holztürmen gespeichert, was bedeutet, dass die Windkraftanlagen von Anfang an klimaneutral sind.

Svenskt Vindkraftstekniskt Centrum an der Technischen Hochschule Chalmers hat den Holzturm auf Björkö in Auftrag gegeben.

„Berechnungen zufolge wird die Windenergie bereits im Jahr 2027 EU-weit die größte Energiequelle sein. Mit Windenergietürmen aus Holz erhalten wir noch klimaverträglicheren Strom aus erneuerbaren Quellen, um so der Klimakrise begegnen zu können“, meint Ola Carlson, Direktor bei Svenskt Vindkraftstekniskt Centrum und außerordentlicher Professor für erneuerbare Stromerzeugung.

Kontakte

 

Otto Lundman
Modvion AB
Tel.: +46-702-72 06 24
E-Mail: otto@modvion.com

 
Johan Åhlén
Moelven AB
Tel.: +46-723-71 81 89
E-Mail: johan.Ahlen@moelven.se

 
Ola Carlson
Svenskt Vindkraftstekniskt Centrum
Tel.: +46-31-772 16 37
E-Mail: ola.carlson@chalmers.se

 

 

 

Über Modvion

Das Göteborger Unternehmen Modvion entwickelt anspruchsvolle Konstruktionen aus Verbundholz, der „Kohlenstofffaser aus der Natur“ für große Projekte. Holzkonstruktionen ermöglichen drastische Emissionssenkungen, da sie emissionsintensive Materialien wie Stahl und Beton ersetzen. Windenergietürme aus Holz können zu geringeren Kosten errichtet werden als solche aus Stahl, wodurch sich die Kosten für die Windenergie senken lassen. Dank des Modulkonzepts ist es möglich, höhere Türme mit geringerem Gewicht zu bauen, die sich einfacher auf öffentlichen Straßen transportieren lassen. Die Fertigung soll weiterhin in Zusammenarbeit mit Moelven Töreboda AB erfolgen.

Finanziert wird die Zusammenarbeit von der schwedischen Energieverwaltung, der Region Västra Götaland und dem EU-Programm Horizon 2020 SME Instruments Phase 1.

Source: Modvion, Pressemitteilung, 2020-04-29.

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