1 Juli 2004

Erste RapsAsphalt-Teststrecke in Niedersachsen

Landkreis Emsland und die Gemeinde Haren/Ems testen RapsAsphalt

Werlte, 30.06.2004 – Raps ist nicht nur gut für Speiseöl oder Viehfutter. Die Nachfrage für Raps zur Herstellung von Biodiesel, technischen Ölen oder chemischen Produkten steigt stetig an. Inzwischen gibt es aber noch einen weiteren Einsatzbereich für diesen nachwachsenden Rohstoff – den Straßenbau.

Ausgehend von positiven Erfahrungen aus Österreich und Süddeutschland, welche auf dem NaRo.Net-Forum “Bioschmierstoffe und RapsAsphalt” in Oldenburg im April dargestellt und diskutiert wurden, wird nun eine die erste Teststrecke im Landkreis Emsland angelegt.

Die AS-Asphalt-Straßensanierung aus Spelle, welche zur ARGE Rapsasphalt gehört wird diese innovative Technik dort umsetzen. Gut 10 Tonnen der neuartigen Bio-Bitumenemulsion auf Rapsölbasis werden hier aufgebracht. Der Landkreis Emsland will mit diesem Fahrbahnabschnitt die eingesetzte Technik prüfen und erste Erfahrungen sammeln, um möglicherweise später auch längere Strecken entsprechend zu behandeln.

RapsAsphalt ist hervorragend für die Oberflächenbehandlung von Straßen und asphaltierten Flächen geeignet. Um eine Verbessung der physikalischen Eigenschaften der Bitumenemulsion herbeizuführen, werden Rapsöle als Fluxmittel eingesetzt. Somit entsteht eine ”neue” Generation von Bitumenemulsionen, die für die bauliche Erhaltung von Straßen ihre Anwendung finden. Die Rapsölkomponente in dem Asphalt bewirkt die Zunahme der Festigkeit der Beläge und verlängert durch den reduzierten Verschleiß die Nutzungsdauer erheblich.

Der Einsatz von rapsölbasierten Bitumenemulsionen hat neben technischen Vorteilen auch positive Effekte für Region und Umwelt. Jeder Quadratmeter RapsAsphalt erhält soviel Rapsöl, wie von einem Quadratmeter Rapsfeld erzeugt wird. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Rapsasphalt, der ARGE RAPS, könnten bundesweit rund 100.000 ha Rapsanbau künftig für die Straßeninstandhaltung und andere Baumaßnamen benötigt werden. Ein ha Rapsfeld entzieht zudem der Atmosphäre rund 6 t CO2, die im Bitumen dauerhaft gespeichert werden. So leisten rapsölbasierte Bitumenemulsionen auch einen Beitrag zu den angestrebten Kyoto-CO2-Minderungszielen.

Source: Pressemitteilung des Naro.net Kompetenzzentrums für nachwachsende Rohstoffe vom 2004-06-30.

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