10 Januar 2003

Erste Fasermühle für Alpakawolle in Deutschland geplant

Die erste Alpaka-Fasermühle vom ersten Landwirt Deutschlands, der von den Alpakas lebt, soll schon im nächsten Jahr in Remsa entstehen. Gemeinsam mit seiner amerikanischen Geschäftspartnerin Maria Bravo De La Garza, die sowohl eine Modefirma als auch zwei Alpakafarmen in USA und Chile besitzt, will Alpaka-Züchter Hartwig Kraft von Wedel das Vorhaben verwirklichen.

In einem denkmalgeschützten ehemaligen Gestüt sollen Faseraufbereitung und Ausstellungsräume für die Konfektion eingerichtet werden. Hochmodische Schals und Pullover, aber auch Mäntel und Stolen in naturbelassener Qualität sind für die Fertigung vorgesehen: “Alles Unikate in Naturfarben”, wie der Unternehmer erklärt. Auch die Qualität der Wolle, die ohnehin für ihre besondere Weichheit, Leichtigkeit, Langlebigkeit sowie ihre wärmenden Eigenschaften bekannt ist, überlässt er nicht dem Zufall. So hat er bereits einige Zuchttiere importiert, deren Wolle eine Feinheit von 15 Micron garantiert. Nach Kraft ein Wert, „der weltweit Spitze ist”.

“Baby-Alpaka ist mit 20 bis 22 Micron in der Regel die feinste Qualität, die auf dem Markt ist”, weiß der Züchter zu berichten. Als Qualitätsstufe “Royal” erzielt ein Kilogramm solcher Rohfasern einen Weltmarktpreis von 90 Euro. Mit dem Know-how seiner Geschäftspartnerin und seinen europäischen Handelsbeziehungen hofft der Jungunternehmer nun, den “Alpaka-Markt in Europa “kräftig anzuschieben”. Bislang gibt es europaweit nur einen solchen Spezialbetrieb – in England.

Source: Leipziger Volkszeitung vom 2003-01-08.

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