23 Januar 2003

Erneuerbare Energien bieten Perspektive für die zukünftige Agrarpolitik

Deutsch-französisches Ölsaatengespräch

Der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen auf Stilllegungsflächen müsse auch nach 2006 nach dem jetzigen System weitergeführt werden. Dies erklärten übereinstimmend der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP), Dr. Klaus Kliem, und der Vorsitzende der Fédération Francaise des Producteurs d’Oléagineux et de Protéagineux (FOP), Xavier Beulin, am 22. Januar 2003 in Berlin.

Sie erteilten damit dem Vorschlag von Agrarkommissar Fischler, eine Dauerbrache ohne Anbaumöglichkeiten von nachwachsenden Rohstoffen einzuführen, eine klare Absage. Begrüßt wurde dagegen die Initiative der EU-Kommission zur Förderung der Biokraftstoffe. Diese Richtlinie werde einen Nachfragesog nach allen energiehaltigen nachwachsenden Rohstoffen auslösen. Die Stilllegungsflächen werden daher dringend benötigt, um die Mengenziele der EU-Kommission zur Herstellung von Biokraftstoffen überhaupt erfüllen zu können. Auch die Grenze von 1 Million Tonnen Sojaschrotäquivalent des Blair-House-Abkommens für die Produktion von Ölsaaten auf Stilllegungsflächen könne nicht als Begründung für das Anbauverbot auf Brachflächen akzeptiert werden. Dies würde Europa von einem der wichtigsten Zukunftsmärkte abschneiden.

Ein Schritt in die richtige Richtung sei die vorgesehene CO2-Prämie. Diese sei jedoch viel zu gering, um einen wirksamen Anreiz darstellen zu können. Außerdem wird die Begrenzung auf 1,5 Million Hektar in der EU strikt abgelehnt, weil sie einen unverhältnismäßig hohen bürokratischen Verwaltungsaufwand nach sich ziehen würde.

(Vgl. Meldung vom 2002-12-20.)

Source: Pressemitteilung der UFOP vom 2003-01-23.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email