1 März 2000

Erfolge für Hanflebensmittel in Kanada

Ein Artikel in Canadian Grocer (“For Hemp Lovers, Health is the Ultimate High”) fasst die Situation auf dem Markt für Hanflebensmittel (ohne dabei wert- oder mengenmäßige Angaben zu machen) wie folgt zusammen:

  • Auf Hanf basierende Lebensmittel und Getränke werden von den Konsumenten zur Zeit förmlich aus den Regalen gerissen.
  • Hanflebensmittel werden in erster Linie über Reformhäuser (Health food stores) vertrieben.
  • Während das Angebot von Hanflebensmittel in der Vergangenheit eher sporadisch war, hat sich die Marktversorgung nach Angaben des Einzelhandels verbessert. Anbieterseitig sei der Markt eindeutig professioneller geworden.
  • Durch den Einsatz von Marketing haben sich die Hanflebensmittel ihren Platz in den Regalen des Einzelhandels erobert.
  • Uneinigkeit herrscht darüber, ob ein Cannabisblatt ein nützliches oder irreführendes Marketinginstrument für die Lebensmittel ist.
  • Nach Ansicht der Firma Hempola (www.hempola.com) ist die Betonung des Gesundheitsaspektes der beste Weg, um die Produkte zu promoten.
  • Die Produktkennzeichnung “Home Grown” könnte ebenfalls ein verkaufsförderndes Argument sein.
  • Nach Auskunft der Firma Ruth’s Hemp Foods stimulieren Neugier und Interesse an gesunder Ernährung den ersten Kauf von Hanflebensmitteln. Wiederholungskäufe werden allerdings eher durch den Geschmack und gute Produktinformationen determiniert.
  • Der Einzelhandel betont die Wichtigkeit der Aufklärung von Händlern und Konsument über die Qualität der Produkte.
  • Als Instrumente der Konsumenteninformation werden u.a. Zeitungsartikel, Rezepte für Hanfgerichte und Internetseiten betrachtet.
  • Die Probeverköstigung im Ladengeschäft wird als die Erfolg versprechendste Möglichkeit der Neuprodukteinführung betrachtet.
  • Als herausragendes Aktivum des Hanfs werden seine ernährungsphysiologischen Eigenschaften betrachtet.
  • Ein Problem beim Vertrieb von Hanflebensmitteln sind nach wie vor die hohen Preise. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass diese durch den Einstieg in kommerzielle Produktionsweisen bald signifikant fallen.
  • Durch seine Verwandtschaft zum psychoaktiven Cannabis kommt es bei Händlern und Konsumenten immer wieder zu Missverständnissen, allerdings auch zu einer erhöhten Wahrnehmung, die anderen Lebensmitteln nicht zukommt. Unterm Strich ist die Nahrungsmittelindustrie nach wie vor unsicher, ob Hanf ein Lebensmittel der Zukunft ist oder nur eine aktuelle Ernährungs- und Modemarotte.

Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Canadian Grocer vom 01.03.00 zitiert nach The Hemp Commerce & Farming Report Vol. 2, Issue 11, Part 1 vom 29.05.00.

Source: Canadian Grocer vom 01.03.00 zitiert nach The Hemp Commerce & Farming Report Vol. 2, Issue 11, Part 1 vom 29.05.00.

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