4 August 2020

Energiespeicher: „Deutschland darf sich nicht selbst im Weg stehen“

Electrochaea unterstützt Forderungen des Bundesverbands Energiespeicher nach Abbau regulatorischer Hemmnisse

  • Energiespeichertechnologien sind existenziell für die Umsetzung eines europäischen Green Deals und die Erreichung der nationalen Klimaziele

Electrochaea, eines der führenden, auf Power‐to‐Gas‐Lösungen spezialisierte Technologieunternehmen, unterstützt die Forderungen des Bundesverbands Energiespeicher (BVES) anlässlich der EU‐Ratspräsidentschaft Deutschlands nach einer schnellen Übernahme der Erneuerbare‐Energien‐Richtlinie II sowie der Elektrizitätsbinnenmarkt‐Richtlinie in deutsches Energierecht.

Energiespeichertechnologien sind existenziell für die Umsetzung eines europäischen Green Deals und die Erreichung der nationalen Klimaziele. Die damit verbundenen Maßnahmen, Abkehr von fossilen Brennstoffen, Ausbau erneuerbarer Energien, CO2‐Reduktion und Sektorenkopplung, sind ohne entsprechende Speicherlösungen nicht umsetzbar. Doch regulatorisch und steuerrechtlich werden Energiespeichertechnologien in Deutschland noch immer als Letztverbraucher eingestuft. Ein Hemmnis für die gesamte Speicherbranche und den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Erschließung des Erdgasnetzes als Langzeitspeicher für erneuerbare Energien

Ein Abbau der regulatorischen Hemmnisse für Speichertechnologien würde auch die Erschließung des Erdgasnetzes als Langzeitspeicher für erneuerbare Energie und die Sektorenkopplung zwischen Strom, Wärme und Mobilität ermöglichen. Electrochaea hat ein entsprechendes Verfahren entwickelt, mit dem Strom aus erneuerbaren Quellen in synthetisches, CO2‐neutrales Methan mit denselben Eigenschaften wie herkömmliches Erdgas umgewandelt und direkt in das Gasnetz eingespeist werden kann. Somit ist eine schrittweise Dekarbonisierung des Erdgasnetzes und die Nutzung einer bereits bestehenden Infrastruktur als größter Langzeitspeicher Europas für erneuerbare Energien möglich. Für die Herstellung des synthetischen Methans recycelt Electrochaea zudem CO2 aus verschiedensten industriellen Quellen, das andernfalls direkt emittiert würde. Das synthetische Methan ist vielfältig wie Erdgas nutzbar, zum Beispiel für die Wärmeversorgung in Haushalten oder als Ausgangsprodukt für CO2‐neutrale Kraftstoffe für den Transportsektor.

Doris Hafenbradl, CTO Electrochaea: „Eine Abkehr von fossilen Brennstoffen und der Ausbau der Erneuerbaren Energien sind nur mit effizienten, im großen Maßstab und gleichzeitig flexibel einsetzbaren Speicherlösungen möglich. Deutschland ist aufgrund seines hohen Windkraftaufkommens ein sehr interessanter Markt. Anders als in Dänemark, der Schweiz oder den USA aber hemmt der aktuelle regulatorische Rahmen den Einsatz der Technologie in Deutschland. Deutschland darf sich nicht selbst im Weg stehen. Electrochaea unterstützt daher die Forderungen des BVES nachdrücklich.“
Die Forderungen des Bundesverband Energiespeicher e.V.

  • Das Energiesystem ist vor dem Hintergrund des zunehmenden Anteils volatiler sowie wachsender dezentraler Erzeugung neu auszurichten und entsprechend regulatorisch anzupassen.
  • Bestehende Schranken und Belastungen zwischen den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität müssen aufgehoben werden.
  • Energiespeicher sind im Rechtsrahmen als eigenständiges Werkzeug für die Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch zu verankern und von der Einstufung als Letztverbraucher zu befreien.
  • Doppel‐ oder Mehrfachbelastungen mit Steuern und Abgaben beim Einsatz von Energiespeichern sowie bei der Sektorenkopplung sind zu beseitigen.
  • Die Vorgaben der EU‐Richtlinien sind bindend und müssen bei den anstehenden Energierechtsreformen zwingend beachtet werden.

Quelle: https://www.bves.de/eugreendeal_2020/

 

Über die Electrochaea GmbH

Electrochaea bietet auf Basis der Biokatalyse eine mehrfach national und international patentierte Power‐to‐Gas‐Schlüsseltechnologie an, die kostengünstig CO2 recycelt und gleichzeitig aus überschüssiger elektrischer Energie beliebig speicher‐ und nutzbares CO2‐neutrales Methan herstellt. Im industriellen Maßstab eingesetzte Anlagen arbeiten erfolgreich in den USA, der Schweiz und in Dänemark. Bis 2025 sind Anlagen mit über einem Gigawatt Leistung avisiert. Die Electrochaea‐Technologie wurde mit dem Schweizer Energie‐Preis Watt d’Or ausgezeichnet und vom Magazin FOCUS als eine der wichtigsten Technologien für Klima und Umwelt gelistet. 28 Mitarbeiter arbeiten für Electrochaea in Dänemark und am Hauptsitz in München‐Planegg. CEO ist Mich Hein.

Source: Electrochaea, Pressemitteilung, 2020-07-10.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email