12 März 2009

Energiepflanzenanbau: Nationale Forschungsprojekte zu Fruchtfolgeversuchen werden fortgesetzt

Zweite Phase des bundesweit größten Projektes im Energiepflanzenanbau gestartet

Das Vorhaben “Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands” (EVA) geht in die zweite Phase. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) setzt jetzt über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die Förderung des in 2005 gestarteten Verbundprojektes EVA bis 2012 fort. Den Kern des Projektes bilden die Absicherung und Optimierung der in der ersten Phase erzielten Ergebnisse zu Fruchtfolgeversuchen in agrarisch und klimatisch unterschiedlich geprägten Regionen Deutschlands.

Mit der jetzt begonnenen zweiten Phase setzt das BMELV eines der wichtigsten Förderprojekte zum Energiepflanzenanbau in Deutschland fort. Der Forschungsansatz verfolgt nicht nur das Ziel, mit effizienteren Anbaustrukturen bei Energiepflanzen die Abhängigkeit von immer knapper werdenden fossilen Ressourcen zu mindern. Mit ihm sollen auch Aspekte des Naturschutzes durch Alternativen sowohl im Artenspektrum als auch bei den Anbaumethoden noch stärkere Berücksichtigung finden.

Vor vier Jahren startete das von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) koordinierte Projekt mit dem Ziel, neue Anbausysteme und aufgelockerte Fruchtfolgen für die landwirtschaftlichen Produktion von pflanzlichen Energieträgern zu entwickeln. Bereits damals wurde deutlich, dass eine zu einseitige Konzentration auf wenige Kulturarten wie Raps, Mais und einige Getreidearten die Potenziale im Biomassebereich beschränkt und zu Zielkonflikten zwischen Energieproduktion und Umweltschutz führt. Darauf reagierte die Bundesregierung mit einer Ausweitung der Forschung und Entwicklung im Energiepflanzenbereich. Das Verbundvorhaben EVA, dessen Zwischenergebnisse in der FNR-Broschüre “Standortangepasste Anbausysteme für Energiepflanzen” nachzulesen sind, nahm dabei eine Schlüsselstellung ein.

EVA zeigt, dass vielfältige Energiepflanzen in Kombination mit der Nahrungsmittelerzeugung effizient und umweltverträglich angebaut werden können. In geeigneten Fruchtfolgen leisten sie einen Beitrag zur Erhöhung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft.

In drei weiteren Jahren sollen nun die bisherigen Ergebnisse wissenschaftlich abgesichert und die Anbausysteme weiter optimiert werden. Die Grundlage für gute Ergebnisse liegt in der bewährten Struktur des EVA-Verbunds. Die Beteiligung von bundesweit verteilten Forschungseinrichtungen mit pflanzenbaulichen, ökonomischen, ökologischen und technischen Kompetenzen stellt eine ganzheitliche Bewertung der untersuchten Anbausysteme sicher.

Wichtige Ergänzungen gegenüber EVA I betreffen die Einbeziehung von Sachsen-Anhalt als achtem Bundesland, eines umfangreichen Gärrestversuches, der als Grundlage für die Bewertung klimarelevanter Emissionen dienen soll, sowie die Ausweitung von Versuchen zur Grünlandnutzung.

Weitere Informationen
www.energiepflanzen.info

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR, Pressemitteilung, 2009-03-12.

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