10 April 2013

Energiepflanzen: Umfangreichstes nationales Forschungsprojekt zu Fruchtfolgeversuchen wird fortgesetzt

Dritte Phase des Energiepflanzenanbau-Projektes EVA gestartet

FNR.jpgDas Vorhaben “Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands” (EVA) geht in die inzwischen dritte Phase. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) setzt über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), die Förderung des 2005 gestarteten Verbundprojektes EVA bis November 2015 fort. Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beteiligen sich jetzt ebenfalls an den Fruchtfolgeversuchen, wodurch sich die Zahl der Versuchs- und Praxisstandorte auf knapp 30 erhöht. Zusätzliche Satellitenversuche zur Risikoabschätzung, zum Zwischenfruchtanbau und zu Untersaaten wurden in das Projekt mit aufgenommen.

Vor acht Jahren startete das von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) koordinierte Projekt EVA mit dem Ziel, gemeinsam mit anderen Bundesländern neue Anbausysteme und aufgelockerte Fruchtfolgen für die landwirtschaftliche Produktion von pflanzlichen Energieträgern zu entwickeln.

Bereits damals wurde deutlich, dass eine zu einseitige Konzentration auf wenige Kulturarten wie Raps, Mais und einige weitere Getreidearten die Potenziale im Biomassebereich nicht voll ausschöpft und zu Zielkonflikten zwischen Energieproduktion und Umweltschutz führen kann. Das Verbundvorhaben EVA, dessen Ergebnisse in der FNR-Broschüre “Standortangepasste Anbausysteme für Energiepflanzen” nachzulesen sind, nimmt eine Schlüsselstellung bei der Erforschung dieser Fragen ein.

Mit der im April 2013 startenden dritten Phase setzt das BMELV die Unterstützung des mit jährlich mehr als 2 Millionen Euro Fördermittelvolumen und einer Gesamtlaufzeit von 10 Jahren größten Förderprojekts zum Energiepflanzenanbau in Deutschland fort. Den Kern des Projektes bildet die Absicherung und Optimierung der in der ersten und zweiten Phase erzielten Ergebnisse zur Entwicklung nachhaltiger Fruchtfolgesysteme mit Energiepflanzen und Marktfrüchten in agrarisch und klimatisch unterschiedlich geprägten Regionen Deutschlands.

Wichtige Ergänzungen gegenüber EVA I und II sind die Einbeziehung von Agrarforschungseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, wodurch sich die Zahl der Versuchs- und Praxisstandorte auf knapp 30 erhöht. Zudem werden zusätzliche Satellitenversuche zur Minderung von Ertragsrisiken zum Zwischenfruchtanbau sowie zu Untersaaten als Beitrag zum Gewässer- und Bodenschutz im Energiepflanzenanbau in das Vorhaben aufgenommen. Den aktuellen Anforderungen entsprechend werden in der 3. Förderphase agrarumweltpolitische Themen noch stärker in den Fokus genommen.

Bisherige Resultate aus dem Projekt sind in die Erstellung der Regionalbroschüren “Energiepflanzen für Biogasanlagen” eingeflossen, die bisher für die Bundesländer Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen als wichtiges Instrument für die regionale Anbauberatung erschienen sind. In Kürze wird diese Reihe durch die Veröffentlichung der Regionalbroschüre Baden-Württemberg weiter ergänzt.

Neben diesen Broschüren können die Ergebnisse des Energiepflanzen-Verbundprojektes EVA auch auf der projekteigenen Internetseite www.eva-verbund.de detailliert nachgelesen werden.

Ausführliche Informationen zu den bisherigen Projektphasen und den entsprechenden Teilprojekten finden Sie in der Projektdatenbank der FNR, weitere Informationen zu Energiepflanzen und EVA stehen unter www.energiepflanzen.info zur Verfügung.

Veranstaltungshinweis: 4. Symposium Energiepflanzen am 22. & 23. Oktober 2013 in Berlin.

Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung in Kürze unter www.fnr.de.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2013-04-10.

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