12 Februar 2008

Energiemais: Deutschlands Norden holt auf

Unterschiedliche Anbauentwicklung in den Bundesländern

Die Maisanbaufläche zur Biogasnutzung hat sich 2007 in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich entwickelt. Bayern liegt zwar nach wie vor auf Platz zwei hinter Niedersachsen, der Zuwachs der Fläche betrug aber lediglich rund neun Prozent. Eine ähnliche Entwicklungstendenz zeigt das Bundesland Hessen. Im Gegensatz dazu stehen Brandenburg (plus 100 Prozent) und Schleswig-Holstein (plus 120 Prozent).

Das geht aus aktuellen Erhebungen des Deutschen Maiskomitees e.V. (DMK) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervor. Insgesamt wurden für 2007 rund 239.000 ha Maisfläche entweder für die Energiepflanzenprämie (182.396 ha) oder als Stilllegungsfläche (56.780) gemeldet – knapp 48 Prozent mehr als nich im Jahr zuvor. Bei dieser Erhebung handelt sich ausschließlich um Flächen, für die eine Prämie in Anspruch genommen wurde.

Betrachtet man die Anbauentwicklung in den einzelnen Bundesländern, so bleiben Niedersachsen (81.240 ha oder 30% der bundesweiten Energiemais-Fläche) und Bayern (36.905 ha) wie 2006 die Länder mit den höchsten Biogasmaisflächen, nachfolgend wurde Nordrhein-Westfalen (18.379 ha) jedoch von Schleswig-Holstein (27.645 ha) und Mecklenburg-Vorpommern (22.284 ha) überholt, deren Maisflächen zur Energiegewinnung sich jeweils verdoppelten.

Einsatzhäufigkeit von Ko-Substraten in Biogasanlagen
Dominierende Kulturart unter den in Biogasanlagen eingesetzten Pflanzen ist der Mais, dessen Ertragspotential auf günstigen Standorten von keiner anderen Pflanze erreicht wird. In 90 Prozent der Biogasanlagen wird Mais eingesetzt. Andere Kulturen finden aber auch Zuspruch, da im Hinblick auf eine nachhaltige Landwirtschaft eine Fruchtfolge gewährleistet sein soll und die geltenden Cross-Compliance-Anforderungen dies verlangen. Auf Grenzstandorten kann beispielsweise Getreide-Ganzpflanzensilage wirtschaftlich Vorteile gegenüber dem Mais bringen. In Grünlandregionen gewinnt Grassilage aufgrund niedrigerer Pachtpreise für Grünland und daraus resultierender Einsparungen ebenfalls an Konkurrenzkraft.
Biogas

Weitere Informationen

(Vgl. Meldungen vom 2007-09-10, und 2007-08-06.)

Source: Deutsches Maiskomitee, 2008-02.

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