24 Februar 2006

Energieholz – Chance für die Waldbesitzer

2,8 Millionen Tonnen Holz pro Jahr werden schon heute im Freistaat zur Energiegewinnung eingesetzt – und die bayerischen Waldbesitzer könnten die Menge nachhaltig um jährlich mindestens eine Million Tonnen steigern. Wie Forstminister Josef Miller vor Privatwaldbesitzern und örtlichen Mandatsträgern in Erlangen erklärte, steht in den bayerischen Wäldern für energetische Zwecke ausreichend Holz zur Verfügung.

Der Einstieg in den Energieholzmarkt ist laut Miller für die Waldbesitzer eine große Chance, denn: “Die Verknappung und der Preisanstieg bei den fossilen Energien werden die Nachfrage nach dem Brennstoff Holz weiter verstärken.”

Inzwischen sei es wirtschaftlich wieder interessant, bei der Waldpflege auch schwächere Bäume aufzuarbeiten und als Energieholz auf den Markt zu bringen. Dabei setzen die Waldbesitzer neben dem traditionellen Scheitholz verstärkt auf die Bereitstellung von Hackschnitzeln für Heizwerke:

Allein im Privatwald bis 200 Hektar Besitzgröße werden einer Studie zufolge jährlich rund 300.000 Kubikmeter Holz zu Hackschnitzeln aufgearbeitet. Und der Minister sieht gute Chancen, die Menge weiter zu steigern. Denn Hackschnitzel seien wegen ihrer einfachen Handhabung und den geringen Kosten – Hackschnitzel sind um rund zwei Drittel billiger als Heizöl – gerade für größere Heizanlagen interessant.

Mit der Bereitstellung der Hackschnitzel sind laut Miller aber auch große Herausforderungen verbunden. So seien die Heizwerke auf eine gesicherte Versorgung mit großen Holzmengen angewiesen. Dies überfordere den einzelnen Waldbesitzer.

Eine professionelle Bündelung des Holzangebots gerade durch die Forstbetriebsgemeinschaften sei deshalb unverzichtbar, um auf Augenhöhe mit den Abnehmern zu verhandeln und höhere Preise zu erzielen, sagte der Minister. Nur so habe die Forstwirtschaft die Chance, künftig eine noch wichtigere Rolle bei der Energieversorgung zu übernehmen.

Source: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten vom 2006-02-24.

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