3 Mai 2006

Energetische Verwertung von Getreide und Halmgutpellets

Forschungsbericht zum Emissionsverhalten moderner Heizkessel veröffentlicht

Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) und das Institut für Energetik und Umwelt Leipzig haben mit Förderung durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) das Emissionverhalten moderner Heizkessel beim Betrieb mit Getreidekörnern und weiteren Biobrennstoffen untersucht. Im Rahmen des von der FNR geförderten Vorhabens wurden hierzu Prüfstandversuche mit neuartigen, auf den Einsatz von Getreide und Halmgut optimierten Kesseln im Leistungsbereich von 20 bis 40 kW durchgeführt.

Hinsichtlich des Standes der Technik ist generell zwischen konventioneller und neuartiger Anlagentechnik zu unterscheiden. Bei teilweise sehr guten Ausbrandergebnissen kann keiner der konventionellen Kessel die Emissionsanforderungen der 1. Bundes-Immissions-Schutz-Verordnung (BImSchV) sicher einhalten. Ein Einsatz von Sekundärmaßnahmen zur Emissionsminderung ist hier unabdingbar.

Demgegenüber haben die für die Verbrennung von Getreide und Halmgut speziell entwickelten Feuerungsanlagen die Emissionsanforderungen der 1. BImSchV erfüllt und zum Teil sehr deutlich unterschritten.

Der Forschungsbericht der TLL wurde veröffentlicht, er kann auf der Internetseite www.tll.de/nawaro eingesehen bzw. herunter geladen werden.

Die Ergebnisse des Projekts bilden die Grundlage für weitere, derzeit laufende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die ebenfalls von der FNR gefördert werden. Darüber hinaus dienen sie als Grundlage für eine mögliche rechtliche Einordnung von Getreidekörnern als Regelbrennstoff in der 1. BImSchV.

(Vgl. Meldung vom 2006-01-17.)

Source: FNR-Pressemeldung vom 2006-05-03.

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