27 Januar 2007

Endbestände von Getreide weltweit erneut nach unten korrigiert

Der weltweite Verbrauch an Getreide nimmt schneller zu als erwartet. In seiner gestern veröffentlichten Prognose geht der Internationale Getreiderat (IGC) für das Wirtschaftsjahr 2006/07 von einer neuen Rekordmenge von weltweit 1.625 Mrd. t aus. Zwar frage die Futterindustrie im Vergleich zur Novemberschätzung weniger nach, das werde jedoch durch den höher eingeschätzten Bedarf der Bioethanolhersteller mehr als ausgeglichen.

Den Getreidebedarf für die menschliche Ernährung sieht der IGC unverändert zu 2005/06. Auch die weltweite Getreideproduktion und den globalen Handel stufen die Marktbeobachter im Vergleich zur letzten Schätzung im November gleich ein.

Infolgedessen korrigiert der IGC die Endbestände von Getreide weltweit erneut nach unten. Der IGC beziffert sie für die Saison 2006/07 jetzt nur noch auf 239 Mio. t. Das sind mehr als 20 Prozent weniger im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Diese Entwicklung auf dem weltweiten Getreidemarkt geht laut IGC vor allem auf den steigenden Maisverbrauch zurück. Dessen Konsum korrigieren die Experten noch einmal um 3 Mio. t auf 724 Mio. t nach oben. Damit würden die Endbestände an Mais erstmals unter die Marke von 90 Mio. t fallen.

(Vgl. Meldungen vom 2007-01-23 und 2006-12-07.)

Source: Ernährungsdienst, 2007-01-27.

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