6 Februar 2006

Emsländer Millionenprojekt 3N: Werlte wird NR-Zentrum

120 Energieberater sollen ausgebildet werden

Der Startschuss für das Werlter Kompetenzzentrum “Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe (3N)” ist für das Emsland zugleich Auftakt für ein Millionenprojekt. Landrat Hermann Bröring kündigte an, dass in Werlte in den kommenden Monaten 120 Energieberater ausgebildet werden sollen.

Ziel des durch die Bundesregierung geförderten Beschäftigungsvorhabens ist es, ältere Langzeitarbeitslose durch Qualifizierung in den Arbeitsalltag zurückzubringen. Sie sollen alle Fragen rund um die Altbausanierung beantworten können. Bröring: “Wir werden dafür in Werlte ein Haus nach den modernsten Energie sparenden Vorgaben und mit nachwachsenden Rohstoffen sanieren.”

Zweite Neuheit in Werlte auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände ist der Aufbau eines Technikums. Darunter ist eine Fachschule für Erprobungen, Weiterentwicklungen und Demonstrationen rund um die Rohstoffverwendung zu verstehen. Hier habe die EWE den Landkreis finanziell unterstützt. Der Landrat sieht diese Projekte als einen Baustein für die “Zukunftswerkstatt Werlte” an.

Bröring: “Die Kombination aus diesen Projekten und 3N macht Werlte nun für ganz Niedersachsen zum Zentrum für nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien. Das bringt für unsere Region viele Chancen.”

Bröring dankte dem Land Niedersachsen, der Regionalen Innovationsstrategie und Unternehmen aus der Region für die finanzielle Unterstützung. “Rückblickend hat sich der Abzug der Truppen aus Werlte somit sogar als ein Glücksfall erwiesen.”

Die Leitung des neuen Kompetenzzentrums hat Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer, die an gleicher Stelle seit 2002 “Naro.Net” geführt hat. Sechs Mitarbeiter in Werlte und zwei weitere in einer Außenstelle in Göttingen sollen Landwirte, Verbraucher und Betriebe umfassend über die Nutzungsmöglichkeiten von nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien informieren.

Zudem soll “3N” Kooperationen zwischen Forschung und Wirtschaft voranbringen. Träger des Zentrums sind der Landkreis Emsland, das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik in Quakenbrück, die Fachhochschule Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

(Vgl. Meldung vom 2006-01-03.)

Source: Neue Osnabrücker Zeitung vom 2006-02-04.

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