28 Februar 2003

Einsatz gentechnisch modifizierter Baumwolle und weiterer transgener Nutzpflanzen

Die jüngsten Ergebnisse der internationalen Landwirtschaftsagentur ISAAA sprechen für eine immer größere Akzeptanz transgener Nutzpflanzen seitens der Landwirtschaft. Der kommerzielle Einsatz transgener Sorten, wie z.B. Baumwolle, begann 1996/97 und nimmt mittlerweile eine bepflanzte Fläche von 59 Mio. Hektar ein, was der zweieinhalbfachen Fläche Großbritanniens entspricht. Der Zuwachs im letzten Jahr war dabei mit 12% wiederum zweistellig. Der größte Anteil der Anbaufläche mit transgenen Nutzpflanzen findet sich in den USA, Argentinien, Kanada und China.

Weltweit sind 20% der insgesamt 34 Mio. Hektar Baumwollanbaufläche mit GM-Baumwolle bepflanzt. Zu den schon seit einigen Jahren GM-Baumwolle verwendenden Ländern USA (ca. 70% der US-Baumwollproduktion), Südafrika (ca. 40%), Mexiko (25%), China (15%), Australien (30%), Argentinien (15%) (Stand 2001) haben jetzt auch Länder wie Indien und Kolumbien den Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle genehmigt. (s. auch ICAC)

Typische Arten der Genmodifizierung sind a) insektenresistente Baumwollen (Bt-Cotton), b) herbizidresistente Baumwollen (Roundup Ready oder BXN) bzw. c) Kombinationen aus beidem. Genmodifizierungen zu weiteren Zwecken werden bisher für Baumwolle noch nicht eingesetzt.

Laut ISAAA-Erhebungen ist ein rückläufiger Pestizid-Einsatz durch die Verwendung insektenresistenter Baumwollsaaten bestätigt.

(Vgl. Meldung vom 2003-02-11.)

Source: Cotton Report - Wochenbericht der Bremer Baumwollbörse vom 2003-02-07.

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