14 Dezember 2004

Ein neues Berufsbild entsteht: Der Land- und Forstwirt als Energiewirt

Konferenz "Der Land- und Forstwirt als Energiewirt" zum siebten Mal in Bonn.

Bereits zum siebten Mal findet in Bonn die Konferenz “Der Land- und Forstwirt als Energiewirt” statt. Wenn EUROSOLAR, die Energieagentur NRW sowie die Landesforstverwaltung NRW am 17. und 18. Februar 2005 ins Kunstmuseum Bonn einladen, dreht sich diesmal alles um Biokraftstoffe, Nutzpflanzenbreite, wirtschaftliche Betriebskonzepte und den Abbau von Markthemmnissen.

Die Endlichkeit der fossilen Energieträger macht es notwendig, rechtzeitig alternative Energiequellen zu erschließen.” Die weltweiten Ölpreissteigerungen signalisieren das nahende Ende des Erdölzeitalters. Der Einstieg in die Biomassenutzung ist überfällig und muss beschleunigt werden. Die wichtigsten wirtschaftlichen Träger sind die Land- und Forstwirtschaft. Die primäre Wirtschaft wird durch regionale Wertschöpfung eine dauerhafte Bedeutungssteigerung erfahren”, erklärt Irm Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR. Experten sind sich einig: Mit einem Anteil an der Energieversorgung, der mittelfristig bei deutlich über zehn Prozent liegen wird, wird die Biomasse-Nutzung weiter an Bedeutung gewinnen. Gerade in waldreichen Gegenden, dort, wo also die Nähe zum Rohstoff gegeben ist, bietet sich die energetische Verarbeitung von Holz an. Vor allem im Sauerland, im Oberbergischen, der Eifel und in Westfalen nimmt die Zahl der Holzheizwerke stetig zu, sie werden zur effizienten Beheizung von Schulen, Rathäusern und anderen überwiegend öffentlichen Gebäuden eingesetzt und aus den anliegenden Waldgebieten mit Holz – meist in Form von Hackschnitzeln – versorgt.

In den vergangenen Jahren finden zudem in der Landwirtschaft verschiedene technische Möglichkeiten zur Biomassenutzung zunehmend breitere Anwendung. “Landesweit entdecken immer mehr Landwirte die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen als zusätzliche Erwerbsmöglichkeit neben der herkömmlichen Viehzucht und dem Ackerbau. Neben der Nutzung der Sonnenenergie durch Photovoltaik ist die Biogasanlage auf dem eigenen Hof eine technisch ausgereifte und betriebswirtschaftlich sinnvolle Technologie zur Stromerzeugung”, erklärt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher von der Energieagentur NRW. Mittlerweile ist absehbar, dass Land- und Forstwirte bei der regionalen, dezentralen Energieversorgung als Energieerzeuger oder als Produzenten energetisch nutzbarer Pflanzen eine bedeutendere Rolle einnehmen werden.

Die Teilnahmegebühr für die Tagung am 17. und 18. Februar 2005 beträgt für EUROSOLAR-Mitglieder bei der Anmeldung vor dem 15. Januar 2005 150 Euro, anschließend 180 Euro (Nicht-Mitglieder: 250 Euro). Programm und Anmeldung im Internet unter www.eurosolar.org. Weitere Infos via Email unter info@eurosolar.org oder unter Tel. 0228-36 23 73 oder unter Energieagentur NRW, 0202-24 55 20 oder www.ea-nrw.de (Veranstaltungen).

Source: Presseinformation der Energieagentur NRW vom 2004-12-10.

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